Innovativ

EnBW gibt Startschuss für Hausenergieversorgung mit Brennstoffzellen

Das Energieunternehmen EnBW hat jetzt die weltweit erste Vorserienanlage für die Strom- und Wärmeerzeugung mittels Brennstoffzellen in Mingolsheim installiert. Mit einem Wirkungsgrad von 85 Prozent ist das System umweltfreundlich und effizient.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Energie Baden-Württemberg AG hat jetzt die weltweit erste Brennstoffzellenanlage erhalten, die als Vorserienanlage in der Hausenergieversorgung eingesetzt wird. Die Anlage wird in Mingolsheim (Kreis Karlsruhe) installiert. Damit gibt die EnBW den Startschuss für den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie in der Hausenergieversorgung. Im kommenden Jahr werden weitere Anlagen folgen – insgesamt mindestens 55 bis Ende 2004.

Auf Brennstoffzellen basierende Heizkraftwerke erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Die von Sulzer Hexis gelieferte Brennstoffzelle HXS 1000 Premiere hat eine elektrische Leistung von maximal einem Kilowatt und eine Wärmeleistung von bis zu 24,5 Kilowatt (inklusive Zusatzheizgerät). Mit einem Gesamtwirkungsgrad von rund 85 Prozent und einer Größe, die etwa einer konventionellen Heizungsanlage entspricht, stößt die EnBW weiter auf den Markt der dezentralen Energieerzeugung vor. Angeschlossen wird die von der EnBW eingesetzte Anlage an vorhandene Erdgasinstallationen.

Damit die innovative Technik für jeden nutzbar wird, hat die EnBW mit der Schweizer Sulzer Hexis AG eine Vertriebsvereinbarung über die Lieferung von Hochtemperatur-Brennstoffzellen vom Typ SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) für die Hausenergieversorgung bis Ende des Jahres 2006 getroffen. Die Brennstoffzellen-Aktivitäten der EnBW sind ein Schwerpunkt auf dem Gebiet der Forschung, Entwicklung und Demonstration. Neben der Installation des ersten SOFC Brennstoffzellen-Heizgeräts für die Hausenergieversorgung werden ab Januar 2002 die Vorbereitungen für den Einsatz einer 250 Kilowatt PEM-Brennstoffzelle getroffen. Diese Brennstoffzelle soll ebenfalls in Mingolsheim installiert werden. Sie wird voraussichtlich ab Februar 2002 an das Thermarium angeliefert, einem Schwimmbad im Kurgebiet von Mingolsheim und dort Strom und Wärme ins Netz einspeisen.

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