EnBW: Genehmigung für neues Brennkammerkonzept ist erteilt

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Für die Karlsruher Thermoselect-Anlage wurde heute die Änderungsgenehmigung zur Umrüstung auf das neue Brennkammerkonzept erteilt. Damit hat das Regierungspräsidium Karlsruhe dem im September 2000 gestellten Antrag der EnBW Tochter und Anlagenbetreiberin Thermoselect Südwest stattgegeben, die bisher offene Brennkammer durch ein geschlossenes System mit nachgeschalteten Reinigungsanlagen zu ersetzen.


EnBW Vorstandsmitglied und Thermoselect Südwest-Geschäftsführer Dr. Klaus J. Kasper begrüßte in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung die Entscheidung der Behörde: "Wir sind froh darüber, dass das Regierungspräsidium jetzt die Genehmigung erteilt hat und dabei nach sorgfältiger Prüfung das Konzept im Hinblick auf Durchführbarkeit, Umweltauswirkungen und sicherheitstechnische Aspekte positiv beurteilt hat." Mit Erteilung der Genehmigung ist nun der Weg frei, die nächsten Schritte zu einer zügigen Wiederinbetriebnahme der Anlage mit neuer Brennkammerlösung einzuleiten. Die im November 2000 begonnenen Umbaumaßnahmen sind nach Betreiberangaben so weit fortgeschritten, dass in Kürze mit der Abnahme durch den TÜV-Sachverständigen begonnen werden kann.


Am 25. Juli hatte die EnBW mitgeteilt, die bisher offene Brennkammer durch ein neues Konzept ersetzen zu wollen. Als Grund für diese Nachrüstung wurde auf die Erfahrungen im bisherigen Betrieb der Thermoselect-Anlage verwiesen: Dabei habe sich herausgestellt, dass die offene Verbrennung des Synthesegases - wie sie ausschließlich bei Betriebsstörungen vorkommt - dazu führte, dass die Emissionen nicht in allen Fällen mit dem notwendigen Sicherheitsabstand unter dem Genehmigungswert lagen, beziehungsweise in Einzelfällen diesen auch überschritten.

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