Strafbefehle

EnBW-Erpresser müssen Geldstrafe zahlen

Wegen versuchter Erpressung müssen eine 38 Jahre alte Frau und ein 43 Jahre alter Mann dem Energiekonzern EnBW eine Geldstrafe zahlen. Die beiden hätten damit gedroht, angebliche Sicherheitsmängel am AKW Neckarwestheim zu veröffentlichen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp-bwb/red) - Wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Mittwoch mitteilte, erließ das Amtsgericht Strafbefehle über je 70 Tagessätze. Der ehemalige Mitarbeiter einer EnBW-Fremdfirma und die Frau sollen im Juli vergangenen Jahres von dem Energiekonzern unter anderem die Erstattung von Kosten für ihren Wohnungswechsel verlangt haben.

Sie drohten laut Staatsanwaltschaft damit, Kenntnisse über angebliche Sicherheitsmängel im Kernkraftwerk Neckarwestheim publik zu machen. Der Mann wollte die Mängel während seiner Arbeit in dem Atomkraftwerk bemerkt haben. Die EnBW hatte direkt nach der Kontaktaufnahme Strafanzeige erstattet. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Behauptungen der Beschuldigten stimmten.

Der Mann hatte angegeben, Waffenattrappen und Alkohol auf das Kraftwerksgelände gebracht zu haben. Er wollte die unerlaubten Gegenstände unter dem Fahrersitz eines Lieferwagens durch die Zugangskontrollen geschmuggelt haben.

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