Konzept

EnBW entwickelt innovatives Verfahren zur Bodensanierung

Das Institut für Angewandte Geologie der Universität Karlsruhe hat ein Sanierungskonzept entwickelt, mit dem Altlasten wirksam rekultiviert und verunreinigte Böden saniert werden können. Ein wesentlicher Vorteil des innovativen Verfahrens ist, dass auch Schäden unter Gebäuden saniert werden können.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Dank elektrokinetischer Verfahren können Altlasten wirksam rekultiviert und verunreinigte Böden saniert werden. Dies belegt ein mit Unterstützung der EnBW Energie Baden-Württemberg AG vom Institut für Angewandte Geologie der Universität Karlsruhe entwickeltes Sanierungskonzept.

Die Funktionsfähigkeit und Marktreife der Neuentwicklung belegen verschiedene erfolgreich verlaufene Tests. Dabei konnten mit dem elektrokinetischen Verfahren die Schadstoffkonzentrationen in den Böden um bis zu 75 Prozent bezogen auf die Anfangskonzentration reduziert werden. Ein wesentlicher Vorteil des innovativen Verfahrens ist, dass auch Schäden unter Gebäuden saniert werden können. Da das Verfahren für die Sanierung gering durchlässiger Böden und Böden mit abwechselnd fein- und grobkörnigen Schichten gut geeignet ist, schließt es eine Lücke bei der sogenannten In-Situ-Sanierungstechnik. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass das kontaminierte Erdreich nicht bewegt und direkt vor Ort behandelt werden kann.

"Mit den erzielten Testwerten und der nachgewiesenen Funktionsfähigkeit des elektrokinetischen Verfahrens sind wir sehr zufrieden", so die Bewertung von Dr. Wolfram Münch, Leiter des Bereichs Forschung, Entwicklung und Demonstration der EnBW. "Da zeitgleich zur EnBW auch unser Energiepartner EdF positive Erfahrungen auf dem Feld der elektrokinetischen Verfahren gesammelt hat, verfügen wir nun über ein umfassendes Wissen, das eine wichtige Ergänzung im Produktangebot unserer im Entsorgungsbereich tätigen Tochtergesellschaften ist."

Künftig soll die elektrokinetische Bodensanierung von dem zur EnBW Tochter U-plus Umweltservice AG gehörenden Unternehmen S-plus angeboten werden.

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