Zwischenfall

EnBW-Chef Goll: Wiederherstellung des Vertrauens oberstes Ziel

EnBW-Vorstandsvorsitzender Gehard Goll hat heute angekündigt, personelle Konsequenzen zu ziehen, wenn der Zwischenfall im Atomkraftwerk Philippsburg im August auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen ist. Bis zur Klärung der Umstände bleibt der Block 2 des Werks abgeschaltet.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

"Es ist unsere Aufgabe, das uneingeschränkte Vertrauen aller in unser Tun wiederherzustellen." Mit diesen Worten kommentierte der Vorstandsvorsitzende der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gerhard Goll, heute die jüngsten Vorgänge um das Kernkraftwerk Philippsburg. "Dazu gehört zunächst, Fehler einzugestehen. Unser Kraftwerksbereich hat menschliche Fehler gemacht. Ich selbst habe davon ansatzweise erst letzten Samstag und ausführlich gestern erfahren", so Goll weiter.

Fehler seien dazu da, daraus zu lernen, führte Goll aus. Glücklicherweise hätten die gemachten Fehler keine schädlichen Konsequenzen für Anlage und Bevölkerung gehabt, zeigte sich Goll im Gegensatz zu Umweltminister Trittin überzeugt. Trotzdem müssten Konsequenzen gezogen werden, insbesondere um Zweifel für die Zukunft auszuschließen. "Ich bin mir mit dem Bund und dem Land einig, dass es aus diesem Grund richtig ist, die Anlage vorläufig vom Netz zu nehmen. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass wir engagierte und qualifizierte Kraftwerksmitarbeiter haben, müssen wir noch mehr für die Sicherheits-Kultur tun. Personelle Konsequenzen sind unumgänglich, wenn anderweitig Zweifel nicht ausgeschlossen werden können. Dies vor allem wird in den nächsten Tagen aufzuarbeiten sein. Ich möchte keinen Zweifel daran lassen, dass jeder der Betroffenen gegebenenfalls zu solchen Konsequenzen bereit sein muss. Denn ohne das absolute Vertrauen in die Zuverlässigkeit der handelnden Personen, gibt es keine Rechtfertigung für den Betrieb solcher Anlagen, das ist meine Überzeugung", erklärte Goll abschließend.

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