Anpassung gewünscht

EnBW-Chef fordert längere Kernkraftwerkslaufzeiten

In der Debatte um den Atomausstieg hat sich der Vorstandsvorsitzende der Karlsruher EnBW AG, Utz Claassen, als erster Spitzenmanager der Branche offen für längere Kernkraftwerkslaufzeiten ausgesprochen. Gegenüber dem "Handelsblatt" forderte er eine zukunftsfähiges Modifizierung des bisherigen Konzeptes.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - "Mir geht es darum, die Modalitäten des Ausstiegs an veränderte globale Entwicklungen anzupassen und den Konsens dadurch zukunftsfähig zu machen", sagte Claassen. "Gerade diejenigen, die den Atomkonsens wollen und die dahinter stehen, müssten ein Interesse haben, an seiner Zukunftsfähigkeit mitzuwirken", betonte der Vorsitzende der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), die neben E.ON, RWE und Vattenfall Europe zu den vier großen Energiekonzernen in Deutschland zählt.

In den laufenden Koalitionsverhandlungen hat die CDU/CSU eine Verlängerung der Restlaufzeiten der Kernkraftwerke von insgesamt 32 Jahren auf 40 Jahre auf die Tagesordnung gesetzt. Die SPD lehnt Änderungen an dem im Jahr 2000 vereinbarten Atomkonsens bisher jedoch strikt ab. Danach müsste voraussichtlich im Jahr 2021 das letzte deutsche Kernkraftwerk vom Netz gehen.

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