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EnBW bündelt Kernkraftaktivitäten

Die insgesamt fünf Kernkraftblöcke der EnBW in Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg sollen in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammengeführt werden. Die Energie Baden-Württemberg Kernkraft GmbH (EnKK) hat vier Geschäftsführer, es werden positive Einflüsse beim Betrieb, der Instandhaltung und der Verwaltung der fünf Kernkraftwerksblöcke erwartet.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die drei Kernkraftwerke in Baden-Württemberg mit zusammen fünf Kraftwerksblöcken sollen in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammengeführt werden. Das teilt der Betreiber, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe mit. "Das gemeinsame Dach für die Kernkraftwerke in Neckarwestheim (GKN 1 und 2) , Obrigheim (KWO) und Philippsburg (KKP 1 und 2) soll künftig die neu gegründete Energie Baden-Württemberg Kernkraft GmbH – EnKK sein. Der Sitz der neuen Gesellschaft wird Obrigheim", erläuterte Prof. Dr. Thomas Hartkopf, Vorstand Technik der EnBW AG.

Die notwendigen atomrechtlichen Änderungsgenehmigungen wurden beim zuständigen baden-württembergischen Wirtschaftsministerium in Stuttgart beantragt, die gesellschaftsrechtlichen Schritte sind weitgehend vollzogen. In einem ersten Schritt hat das Wirtschaftsministerium festgestellt, dass für das beantragte Vorhaben keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden muss.

Die neue Gesellschaft hat vier Geschäftsführer. Den kaufmännischen Bereich verantwortet künftig Wolfgang Heni (57). Zu Technischen Geschäftsführern wurden Michael Wenk (52) für das Kernkraftwerk Obrigheim, Dr. Werner Zaiss (58) für das Kernkraftwerk Neckarwestheim und Dr. Hans-Josef Zimmer (45) für das Kernkraftwerk Philippsburg bestellt. Sie waren zuvor bereits als Geschäftsführer bzw. Kraftwerksleiter an den drei Standorten tätig.

Die EnBW erwartet von dem Zusammenschluss positive Einflüsse beim Betrieb, der Instandhaltung und der Verwaltung der fünf Kernkraftwerksblöcke. "Durch die Bündelung der Personalressourcen können Projekte wie das Sicherheitsmanagementsystem künftig gemeinsam und damit noch effizienter weiterentwickelt werden", so Prof. Dr. Otto Hasenkopf, Technischer Vorstand der EnBW Kraftwerke AG. "Darüber hinaus wird die gemeinsame Nutzung des an den Standorten angesammelten Know-hows viele Arbeitsprozesse vereinfachen und die Einführung von best-practice-Methoden ermöglichen."

Prof. Dr. Thomas Hartkopf, Vorstand Technik der EnBW AG fügte hinzu: "Wir stehen zu der auch von uns unterzeichneten Vereinbarung zum Ausstieg aus der Kernenergie. Aber bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit der Kernkraftwerke wollen wir Strom aus Kernenergie sicher, zuverlässig und wirtschaftlich produzieren. Die Gründung der EnKK, und damit die Zusammenführung unserer Kernkraftwerke unter einem Dach, ist die konsequente Umsetzung dieses Weges."

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