Probebetrieb

EnBW-Brennstoffzellen-Programm mit ersten Ergebnissen

Die erste Anlage des EnBW-Brennstoffzellen-Programms beendet planmäßig ihren Pilotbetrieb im Thermalbad in Mingolsheim bei Karlsruhe. Die 250-kW-Brennstoffzelle von Alstom Ballard hat in 13 Monaten knapp 1100 Megawattstunden Strom und über 900 Megawattstunden Wärme für die Versorgungseinrichtungen des Thermalbads erzeugt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Eingesetzt als Teil eines speziellen Energiemanagements wurde sie mit variabler Leistung betrieben und war im Durchschnitt zu 50 Prozent ausgelastet. Sie ist eine von fünf Anlagen, die der Hersteller Alstom Ballard zu einem Feldversuch nach Europa geliefert hat. "Die Ergebnisse, die wir mit der Anlage in Mingolsheim erzielt haben, sind herausragend", freut sich Prof. Thomas Hartkopf, Technikvorstand bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Auch Markus Hoppe, Geschäftsführer des Thermariums in Mingolsheim, zeigt sich zufrieden: "Der parallele Betrieb der Brennstoffzellenanlage mit zwei konventionellen Blockheizkraftwerken und einem Spitzenlastkessel verlief erfolgreich und ohne nennenswerte Probleme." Mit dem Brennstoffzellen-Programm will die EnBW ihren Kunden neue umweltschonende Energietechnologie zur Verfügung stellen und Schrittmacherdienste für innovative Zukunftstechnologien leisten.

Die Brennstoffzelle erzeugt elektrischen Strom direkt aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser. Die Zelle besteht aus zwei Elektroden, die durch eine Membran getrennt sind. Der einen Elektrode wird Wasserstoff zugeführt, der anderen Sauerstoff. Die Membran trennt die Gase und lässt nur geladene Wasserstoff-Ionen passieren, was die sonst explosionsartige Knallgasreaktion verhindert.

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