Unterschiedliche Auffassungen

EnBW beurlaubt Yello-Geschäftsführer

Bei Meinungsverschiedenheiten mit dem EnBW-Vorstand für Marketing und Vertrieb, Dr. Detlef Schmidt, über die strukturelle und strategische Vertriebsausrichtung der populären EnBW-Tochter hat Yello-Geschäftsführer Michael Zerr jetzt den Kürzeren gezogen. Er wurde von der EnBW beurlaubt und soll nun eine andere Aufgabe im Konzern bekommen.

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Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat Michael Zerr, Geschäftsführer ihres populären Tochterunternehmens "Yello" beurlaubt. Grund sind einer Unternehmensmitteilung zufolge unterschiedliche Auffassungen über Fragen der strukturellen und strategischen Vertriebsausrichtung, die zwischen Zerr und dem neuen EnBW-Vorstand für Marketing und Vertrieb, Dr. Detlef Schmidt, deutlich geworden sind. Für Zerr soll jetzt eine andere Aufgabe im Konzern gefunden werden.

Die Yello GmbH hat durch offensiven Marktauftritt inzwischen über eine Million Kunden gewinnen können und eine überaus hohe Markenbekanntheit erworben, zugleich aber bislang Verluste im hohen dreistelligen Millionenbereich angehäuft. Erst vor wenigen Wochen hatte der neue EnBW-Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Utz Claassen, der Konzerntochter Yello eine Frist bis längstens Ende 2005 eingeräumt, um zu positiven Ergebnissen zu gelangen. Dr. Detlef Schmidt will nun die geeigneten strukturellen und personellen Maßnahmen dafür einleiten.

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