Heiße Sache

EnBW beteiligt sich an Forschungsprojekt

Die Energie Baden-Württemberg AG, die Stadtwerke Aurach und die REPower System AG bohren die Erde an - und zwar 4600 Meter tief. Ziel ist es, Strom aus Erdwärme zu gewinnen - zugleich will man die Unternehmenskompetenz im Bereich erneuerbare Energien ausbauen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG will sich an einem Forschungsprojekt zur Nutzung von Erdwärme in Bad Urach beteiligen - eine entsprechende Absichtserklärung werde derzeit vorbereitet, so Dr. Wolfram Münch, Leiter des Unternehmensbereichs Forschung, Entwicklung und Demonstration. Ziel des gemeinsam mit den Stadtwerken Bad Urach und der REPower Systems AG, Hamburg, aufgelegten Projekts sei es, Strom aus Erdwärme zu gewinnen. Um hierfür die hohen Temperaturen im Inneren der Erde zu nutzen, soll bis zu 4600 Meter tief gebohrt werden.

Mit diesem Projekt und dem geplanten Verfahren zur Stromerzeugung nehmen die EnBW und die Projektpartner eine Vorreiterrolle ein. "Wir sehen den Ergebnissen mit großem Interesse entgegen, weil es unsere Kompetenz im Bereich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um einen neuen Ansatzpunkt erweitert", so Dr. Münch anlässlich einer Pressekonferenz zum Projektstart heute in Bad Urach.

Bisher hat die EnBW Erdwärme für den Betrieb von Wärmepumpen eingesetzt. Die Nutzung erneuerbarer Energie hat bei der EnBW Tradition. Allein der Anteil von Strom aus Wasserkraft umfasst 13,2 Prozent an der Gesamtstrombereitstellung und trägt damit nachhaltig zur Entlastung der Umwelt bei. Mit Strom aus Wasserkraft vermeidet die EnBW jährlich einen Ausstoß von insgesamt 6,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid.

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