Fertigstellung bis 2011

EnBW beschließt Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden

Der Aufsichtsrat der EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat gestern dem Beschluss des Vorstands zum Neubau des Maschinenhauses mit vier Rohrturbinen von je 25 Megawatt Leistung für das Laufwasserkraftwerk Rheinfelden zugestimmt. Damit ist der Weg frei für den Bau des neuen Wasserkraftwerks.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Es soll am bisherigen Standort mit einer installierten Leistung von 100 Megawatt gebaut werden. Im Vergleich zum Altkraftwerk soll damit die durchschnittliche Stromjahresproduktion von derzeit 190 Millionen Kilowattstunden auf fast 600 Millionen Kilowattstunden mehr als verdreifacht werden. Das Bauprojekt wird von der Kraftwerksbetreiberin, der Energiedienst AG in Rheinfelden, an der die EnBW 75,69 Prozent der Anteile hält, durchgeführt und gilt als das bundesweit größte Bauprojekt im Bereich regenerativer Energien.

"Der gefasste Beschluss für den Neubau in Rheinfelden ist ein Meilenstein der strategischen und ökologischen Zukunftsausrichtung der EnBW. Er belegt, dass die EnBW unwiderruflich in die Phase von strategischer Gestaltung, langfristiger Zukunftsorientierung, gesellschaftlicher Verantwortung und nachhaltiger Innovation eingetreten ist", kommentierte EnBW-Chef Dr. Utz Claassen.

Die Kosten für das neue Maschinenhaus belaufen sich auf etwa 277 Millionen Euro. Realisiert wird das Projekt in Bauetappen. Bis Ende des ersten Quartals 2006 sollen die ersten Baulose für das Maschinenhaus vergeben sein. Die Inbetriebnahme des neuen Maschinenhaus soll dann im Jahr 2011 erfolgen. Vorher, bereits 2007, soll das neue Stauwehr fertig gestellt sein, mit dessen Bau bereits 2003 begonnen wurde.

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