Eingeschränkte Produktion

EnBW befürchtet Absatzeinbruch bei Großkunden

Aufgrund der Wirtschaftskrise erwartet EnBW Einbußen beim Stromabsatz an Industriekunden von bis zu zehn Prozent. Grund sei unter anderem die eingeschränkte Produktion bei Daimer sowie bei Autozulieferern und Maschinenbauunternehmen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (sm) - EnBW-Chef Hans-Peter Villis rechne einem Absatzrückgang von bis zu vier Milliarden Kilowattstunden, etwa doppelt so viel wie der gesamte Jahresverbrauch der Stadt Karlsruhe, wie der Manager in der "Süddeutschen Zeitung" sagt.

Trotzdem wolle sich das Unternehmen beim geplanten Wachstum aufs Inland konzentrieren. Auch wenn die Billigstromtochter Yello zuletzt statt der angestrebten 200.000 nur 40.000 Neukunden gewonnen hat, setze der Energiekonzern auch weiterhin auf diesen Vertriebskanal. Zudem seien die Beteiligungen in Nordrhein-Westfalen und Sachsen wichtige Punkte der Wachstumsstrategie.

EnBW-Chef beharrt auf Stromnetz

Villis betonte erneut, sich nicht vom Stromnetz trennen zu wollen. Seiner Meinung nach stimme die Logik nicht, "dass private Eigentümer Wettbewerb verhindern würden." Damit lehnt der EnBW-Chef auch die von der Bundesregierung favorisierte Deutsche Netz AG ab, in der die Versorger E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW ihre Übertragungsleitungen einbringen könnten. Auch RWE möchte sein Höchstspannungsnetz behalten, dagegen hat Vattenfall bereits den Verkaufsprozess gestartet, E.ON muss seine Leitungen mit Ende 2010 veräußern.

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