Niedriger Pegel

EnBW baggert Kiesablagerungen am Altrhein ab

Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Mannheim hat der EnBW Energie Baden-Württemberg AG das Abbaggern von Kiesablagerungen genehmigt, damit auch bei weiter sinkendem Wasserstand der Zufluss zum Kühlwasserentnahmebauwerk des Kernkraftwerks Philippsburg gewährleistet ist. Bei normalem Wasserstand stellen diese Ablagerungen kein Problem für den Wasserzufluss dar.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die wochenlange Trockenheit hat zu einem sehr niedrigen Rhein-Wasserstand geführt. Eine grundlegende Änderung ist derzeit nicht absehbar. Damit auch bei weiter sinkendem Wasserstand der Zufluss zum Kühlwasserentnahmebauwerk des Kernkraftwerks Philippsburg und die Schifffahrt im Altrheinarm bei Philippsburg gewährleistet sind, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt in Mannheim der EnBW Energie Baden-Württemberg AG das Abbaggern von Kiesablagerungen genehmigt.

Als Vorsorgemaßnahme wird ein von der EnBW beauftragtes Spezialunternehmen in den nächsten Tagen rund 3000 Kubikmeter Kies aus dem Altrheinzufluss bei Philippsburg entfernen. Der Kies wird vom Rhein mitgeführt und unter anderem am Flussufer abgelagert. Im Laufe der Jahre bilden sich dann Kiesbänke wie jetzt am Einlauf vom Rhein zum Altrheinarm in Philippsburg. Bei normalem Wasserstand stellen diese Ablagerungen kein Problem für den Wasserzufluss dar, sie liegen weit unterhalb der Wasseroberfläche.

Die Baggerarbeiten werden voraussichtlich Anfang nächster Woche beginnen, und vier bis fünf Tage dauern. Der ausgebaggerte Kies wird entsprechend der behördlichen Genehmigung an einer vom Wasser- und Schifffahrtsamtes Mannheim festgelegten Stelle wieder in den Rhein zurückgegeben.

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