Geschäftsjahr 2001

EMR zieht positive Jahresbilanz

Die Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg GmbH konnte den Stromabsatz im vergangenen Jahr erneut steigern und versorgt jetzt 566 000 Einwohner mit mehr als 3000 Millionen Kilowattstunden Strom. Zudem war das vergangene Jahr vom E.ON-Eintritt als Mitgesellschafter und dem Start der Energiepartnerschaft mit der PESAG und dem Elektrizitätswerk Wesertal geprägt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Eintritt von E.ON Energie als Mitgesellschafter, der Start einer Energiepartnerschaft in Ostwestfalen-Lippe/Südniedersachsen mit PESAG und mittlerweile auch dem Elektrizitätswerk Wesertal, die Erweiterung der Beteiligungen an Stadtwerken und der Verkauf der Tochtergesellschaft Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg (VMR) prägten das 92. Geschäftsjahr der Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg GmbH. Darüber hinaus wurde das Jahr 2001 durch den Ausbau der bestehenden Marktposition, durch Sicherung und Hinzugewinnung neuer Kunden im Wettbewerb, die Erarbeitung neuer Dienstleistungsangebote der EMR-Gruppe und die Erschließung neuer Geschäftsfelder bestimmt.

Nach der Steigerung des Stromabsatzes um sieben Prozent im Vorjahr konnte EMR die nutzbare Abgabe im Jahr 2001 nochmals um zehn Prozent ausweiten. Grundlage dafür waren hauptsächlich die Kundenakquisitionen außerhalb des eigenen Netzgebietes. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um gut elf Prozent. Die Stromabgabe für die nahezu 566 000 Einwohner im Netzgebiet von EMR sowie die darüber hinaus gewonnenen Kunden lag 2001 bei 3150,9 Millionen Kilowattstunden. Nachdem EMR außerhalb seines eigenen Netzgebietes im Jahr 2000 mit 159 Millionen Kilowattstunden erstmals in nennenswertem Umfang neue Kunden gewann, steigerte sich dieses zusätzliche Absatzpotenzial im Jahr 2001 auf 438 Millionen Kilowattstunden. Im laufenden Jahr konnte EMR diesen Zuwachs mit insgesamt 708 Millionen Kilowattstunden noch einmal deutlich steigern.

Die Umsatzerlöse stiegen von 225,4 Millionen Euro auf 250,7 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis hat sich mit 30,5 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2000 um 14,5 Millionen Euro deutlich erhöht. Unter Berücksichtigung der zu leistenden Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 18,4 Millionen Euro, der neben einer 16-prozentigen Dividende erstmals wieder eine Einstellung in die Gewinnrücklagen zur Verbesserung der Eigenkapitalquote erlaubt.

In zwei Bieterverfahren gelang es EMR im Jahr 2001, alle Anteile an den Stadtwerken Minden sowie 25,1 Prozent an den Stadtwerken Herford zu erwerben. Mit beiden Partnern sind Zusammenarbeitsvereinbarungen getroffen worden, die den Marktauftritt stärken und Synergien positiv beeinflussen sollen.

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