EMR: Unternehmensberater präsentieren Studie zur Gründung eines regionalen Energieversorgungsunternehmens

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Die für den zweiten Untersuchungsabschnitt beauftragten Unternehmensberater Arthur D. Little und Haarmann, Hemmelrath und Partner haben dem EMR-Aufsichtsrat kürzlich die Ergebnisse zur Gründung eines regionalen Energieversorgungsunternehmens für OWL und Südniedersachsen mit dem Ergebnis vorgestellt, dass in der Region ein wettbewerbsfähiges Energiedienstleistungsunternehmen mit den Kernprodukten Strom, Gas, Wasser und Abwasser von EMR, Stadtwerke Bielefeld und PESAG unter Beteiligung eines kompetenten strategischen Partners aufgebaut werden sollte. Die Geschäftsbereiche Telekommunikation, Entsorgung, ÖPNV sowie Service und Dienstleistungen sollten sich - auch unter Einbeziehung der heimischen Wirtschaft - als selbständige Einheiten mit regionalpolitischen Perspektiven weiter entwickeln.


Mit der Fusion wäre die Werthaltigkeit des Unternehmens und der EMR-Gesellschafteranteile nachhaltig gesichert, durch Kooperationssynergien von bis zu 130 Millionen DM könnte sie weiter gesteigert werden. Die erwirtschafteten Ergebnisse des Unternehmens können dann auch in Zukunft die Verluste im Verkehrsverbund abdecken. Deshalb sollten die Ergebnisse auch den Gesellschaftern zeitnah in den kommunalpolitischen Gremien (Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte) vorgetragen werden. Als weitere Schritte empfiehlt der Aufsichtsrat daher: Die Bildung eines regionalen Multi-Utility-Unternehmens in OWL / Südniedersachsen sollte in Abstimmung mit den ostwestfälischen Partnern konkret weiter vorangetrieben werden, damit ein Start spätestens zum 01.01.2001 möglich würde. Ein strategischer Partner sollte in dem neuen Unternehmen und an EMR so beteiligt werden, dass sowohl bei EMR als auch bei dem neuen Unternehmen eine kommunale Mehrheit erhalten bleibt. Die Beteiligung des strategischen Partners an EMR soll seitens der EMR-Gesellschafter einheitlich verhandelt werden. Dabei sollten die Interessen der Gesellschafter, die ihre Anteile veräußern, im Einklang mit der regionalpolitischen Verantwortung stehen, um eine einheitliche und gemeinsame Struktur für die Verhandlungsziele zu erreichen.

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