Wetterderivat

Emissionshaus versichert sich gegen Windflaute

Gemeinsam mit der Hypovereinsbank hat das Hamburger Emissionshaus König & Cie. erstmalig im europäischen Markt das Risiko einer Windflaute durch den Einsatz so genannter Wetterderivate abgesichert. Dadurch sollen die Anleger gegen Einnahmeausfälle, die aus zu geringer Energieproduktion resultieren, geschützt werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Geschäftserfolg etwa 70 Prozent aller Unternehmen ist mehr oder minder stark vom Wetter abhängig – wenige Wirtschaftszweige allerdings sind dabei so stark betroffen wie die Betreiber von Windkraftanlagen. Das mussten insbesondere auch Anleger in Windkraft-Fonds am eigenen Leib erfahren. In den vergangenen Jahren lag das Windaufkommen an vielen deutschen Windparks mitunter deutlich unter den Erwartungen.

Aus diesem Grund wurden erwartete Fonds-Renditen nicht erzielt, erwartete Ausschüttungen blieben zum Teil aus. Diese Erfahrung wird den Kunden des Hamburger Emissionshauses König & Cie. vermutlich erspart bleiben. König & Cie. hat erstmalig im europäischen Markt dieses Windrisiko zusammen mit der Hypovereinsbank durch den Einsatz so genannter Wetterderivate abgesichert. Dadurch sollen die Anleger gegen Einnahmeausfälle, die aus zu geringer Energieproduktion resultieren, geschützt werden.

Der Sinn des Derivats: Liegt das tatsächliche Windaufkommen eines Jahres unter Plan, so erhalten Anleger des "Windpark Herzogtum Lauenburg GmbH & Co. KG" Ausgleichszahlungen. "Der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan. Durch den gezielten Einsatz von derartigen Finanzinstrumenten können Windpark-Betreiber ihre bislang schwer kalkulierbaren Wind-Risiken nun systematisch steuern. Dies verbessert sowohl deren Finanzierungs-Verhandlungen als auch die Sicherheit der Fondszeichner", erläutert Thomas Priermeier, Hedgingexperte der Hypovereinsbank den Deal. Nach diesem "Prototyp-Geschäft" erwartet die Hypovereinsbank eine große Nachfrage nach derartigen Windrisiko-Sicherungen.

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