Start am 1. Januar

Emissionshandel: Wie viel wert ist Kohlendioxid?

Am 1. Januar 2005 startet der Handel mit Emissionszertifikaten. Jedes Unternehmen aus Energie und Industrie hat in den vergangenen Wochen eine bestimmte Menge an Berechtigungen zugeteilt bekommen und muss seinen Kohlendioxidausstoß nun kontrollieren. Reichen die Zertifikate nicht, können welche hinzugekauft werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Zum Schutz des Klimas kommt ab 1. Januar 2005 ein neues Instrument zum Einsatz: Der Emissionshandel. Ein Teil der Wirtschaft in Europa kann dann mit Berechtigungen zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids handeln.

Somit bekommt die Tonne Kohlendioxid einen Wert, den der Handelsmarkt bestimmt. "Alle Beteiligten haben dazu beigetragen, dass die Einführung des Emissionshandels als neues kostensparendes Instrument der Umweltpolitik in Deutschland erfolgreich verlaufen ist", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge, heute in Berlin. Die im Umweltbundesamt angesiedelte Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) hat die kostenlosen Emissionsberechtigungen vergeben.

Und so funktioniert es: Unternehmen, die klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen, müssen über Emissionsberechtigungen (Zertifikate) verfügen. Hat das Unternehmen nicht genügend Berechtigungen, muss es entweder seinen Kohlendioxid-Ausstoß verringern, z.B. durch die Nutzung klimafreundlicher Technologien und Brennstoffe, oder es muss zusätzliche Berechtigungen am Markt erwerben. An die am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen der Wirtschaftssektoren Energie und Industrie wurden kostenlose Emissionsberechtigungen ausgegeben, die bereits den gesetzlich festgelegten Reduktionsbeitrag bis 2007 berücksichtigen.

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