Zukunftsweisend

Emissionshandel: N-ERGIE AG fühlt sich gut vorbereitet

Die Nürnberger N-ERGIE AG wird mit ihrem Heizkraftwerk Sandreuth sowie den Heizwerken Langwasser, Maxfeld und Muggenhof am Emissionshandel in Deutschland teilnehmen. Darauf bereitet sich das Unternehmen bereits seit Anfang des Jahres intensiv vor.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Auch der Nütnberger Energieversorger N-ERGIE Aktiengesellschaft ist mit ihrem Heizkraftwerk Sandreuth sowie den Heizwerken Langwasser, Maxfeld und Muggenhof von den Regelungen zum Emissionshandel betroffen. Daher bereitet sich das Unternehmen seit Anfang des letzten Jahres intensiv auf den Emissionshandel vor.

So könnten beispielsweise die Daten aus der Umwelt-Zertifizierung EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) für das Heizkraftwerk Sandreuth, die 2003 bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde, eine hervorragende Ausgangsbasis für den Einstieg in den Emissionshandel bilden. Zusätzlich baut die N-ERGIE ihr Heizkraftwerk Sandreuth auf Gas- und Dampfturbinen-(GuD)-Technologie um. Statt der bisher verwendeten Kohle wird das Kraftwerk in Zukunft mit Gas befeuert. Die N-ERGIE kann dann ihre Zertifikate für das ursprüngliche Heizkraftwerk nach der Modernisierung noch vier Jahre nutzen. Die Emissionsrechte werden auf die umweltschonende Anlage übertragen. Durch die Modernisierung erhält das Unternehmen dann mehr Zertifikate als für den Betrieb nötig.

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