elexis AG startet Pilotprojekt für Offshore-Anlage

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Die elexis AG, die am SMAX notierte Unternehmensgruppe aus Frankfurt, hat den ersten Schritt in das Segment von Offshore-Windkraftanlagen gemacht. Die Schorch Elektrische Maschinen und Anlagen GmbH, ein Tochterunternehmen von elexis, hat von der Pfleiderer AG, Neumarkt, den Auftrag zur Entwicklung eines 5-MW-Generators für den Einsatz in Offshore-Windenergieanlagen erhalten. Der Generator wird Teil einer Prototyp-Windenergieanlage nach der zukunftsweisenden Multibridtechnologie sein, die 2002 in Betrieb gehen wird. Nach erfolgreicher Testphase soll die Serienproduktion 2004 beginnen. Schorch hat hierfür vertraglich die Option auf die Serienfertigung der Generatoren erworben. Multibrid ist die weltweit erste Systemlösung, die ausschließlich für die Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Meer, so genannte Offshore-Anlagen, konzipiert ist.


Stromerzeugung durch Windkraft trifft zurzeit auf günstige politische Bedingungen - sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene. Kurzfristig ist Windkraft die günstigste erneuerbare Energiequelle, die mittelfristig ökologisch und ökonomisch Strom erzeugt. Entsprechend positiv sind die Erwartungen: Für den Windkraft-Markt wird ein weltweites Wachstum von mehr als 15 Prozent jährlich prognostiziert. Bis zum Jahr 2010 wird das Marktvolumen von Offshore-Windkraftanlagen 10 bis 15 Milliarden Euro betragen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung von Windenergie im Offshore-Bereich, die die elexis AG 1998 gemeinsam mit der auf die Kon-zeption von Windenergieanlagen spezialisierten aerodyn Engi-neering GmbH, Rendsburg durchgeführt hatte. Die im Rahmen dieser Studie weiterentwickelte Multibrid-Technologie senkt die Stromgestehungskosten um rund 20 bis 25 Prozent. An einem windstarken Offshore-Standort erzeugt die Multibrid-Anlage mehr als 20 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Die Wartungs- und Betriebskosten der Anlage sind dabei niedrig: Aufgrund seiner geringen Außenmaße lässt sich das Generatorsystem vollständig gegen Meereseinflüsse einkapseln. Wartungsarbeiten fallen dadurch seltener an. Ein einstufiges Planetgetriebe kombiniert mit einem langsamdrehenden Generator stärkt die Verschleißfestigkeit und trägt somit zu einem geringen Wartungsaufwand bei.

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