Elektromark AG und Stadtwerke Hagen: Fusionsmodell vorgestellt

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Aufsichtsrat der Hagener Elektromark AG hat kürzlich das Modell einer Fusion mit den Stadtwerken Hagen im Grundsatz befürwortet. "Bis zur Aufsichtsratssitzung am 19. März 2001 kann somit ein Konzeptbeschluss zur Kooperation beider Unternehmen vorbereitet werden", so der Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Horn, Oberbürgermeister von Hagen.


"Das vorgestellte Modell zielt auf die Vollfusion beider Unternehmen", erläutert Dr. Peter Asmuth, technischer Vorstand der Elektromark. "Die Berücksichtigung des steuerlichen Querverbunds ermöglicht einen solchen Schritt jedoch erst in einigen Jahren, so dass der Fusionsprozess in drei Phasen erfolgen soll." In einem ersten Schritt - noch in diesem Jahr - verpachten die Stadtwerke Hagen das gesamte operative Geschäft (Kunden, Produkte, Vertrieb) an Elektromark, diese übernimmt zugleich die kaufmännische und technische Betriebsführung des gesamten Netzbereiches. "Zielsetzung dabei ist es", so Dr. Asmuth, "die fusionsbedingten Synergiepotenziale zu nutzen und zugleich ein leistungsfähiges regionales Multi-utility-Unternehmen mit dem Angebot umfassender Infrastrukturdienstleistungen zu bauen, das auch in Zukunft in der Lage ist, eine attraktive Dividende für die Aktionäre zu erwirtschaften."


Die Kooperation soll als Zusammenschluss gleichberechtigter Partner und als Einheit mit "eigener Identität" sichtbar werden, dazu gehört natürlich auch ein einheitlicher Marktauftritt. Deshalb wird auch ein neuer Unternehmensname den Neuanfang symbolisieren. Ein Überleitungstarifvertrag wird insbesondere den Übergang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Hagen in das neue Unternehmen regeln. "Die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen in Hagen und in der Region ist ein wichtiges Ziel der Kooperation", so Hans Jürgen Kollmuß, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Elektromark.


In einem zweiten Schritt erfolgt ein weiterer Verkauf von Anteilen der Stadtwerke Hagen an Elektromark unter Berücksichtigung der steuerlichen Rahmenbedingungen. Der dritte Schritt ist schließlich die Vollfusion, d. h. die Verschmelzung der Elektromark und der Stadtwerke. Voraussetzung hierfür ist der Wegfall des steuerlichen Querverbunds. "Fester Bestandteil der Planungen ist es", so betonte Dr. Asmuth ausdrücklich, "schon mittelfristig durch die Aufnahme zusätzlicher Partner in der Region diese Kooperation weiter zu stärken und damit ihren regionalen Charakter zu festigen."

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