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Elektrische Glühlampen – früher und heute

Während vor 150 Jahren die Kosten für Glühlampen noch viel zu hoch waren, werden heute allein in Bayern im Dezember eineinhalb bis zwei Millionen Euro für die Weihnachtsbeleutung ausgegeben. N-ERGIE gibt Tipps, worauf beim Kauf von Lichterketten und defekten Lampen geachtet werden sollte.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Vor 150 Jahren erfand Heinrich Göbel die elektrische Glühlampe. Der Uhrmacher und Optiker verwendete verkohlte Bambusfasern als Glühfaden, deren Enden er mit Metalldrähten verband. Diese Konstruktion verschmolz er in einem Glaskolben, den er mit Hilfe von Quecksilber luftleer machte. Die neue Erfindung, die Göbel sich allerdings nicht patentieren ließ, nutzte er, um die Schaufenster seiner Werkstatt zu beleuchten. Als Stromquelle standen zur damaligen Zeit jedoch ausschließlich Batterien zur Verfügung. Eine breite Nutzung der Erfindung scheiterte deshalb auch an den hohen Kosten. Heinrich Göbels Augen würden wahrscheinlich leuchten, wenn er sehen könnte, wie sich die Technik im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat.

Lampen und Leuchten sind für uns längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Ohne elektrische Beleuchtung ist das Leben in Industrienationen nicht mehr denkbar. Gerade jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit strahlen sogar noch mehr Lichter als sonst. Zwischen eineinhalb und zwei Millionen Euro geben die bayerischen Haushalte im Dezember für den Strom ihrer Weihnachtsbeleuchtung aus, berichtet N-Ergie. Pro Lichterkette macht dies zwischen einem halben und einem Euro aus.

Die bayerischen Stromversorger und -erzeuger sind auch über die Festtage voll im Einsatz. Die Stromerzeuger müssen in den Abendstunden für die Weihnachtsbeleuchtung in Bayern rund 40 Megawatt Kraftwerksleistung zur Verfügung stellen, was der Leistung von zwei großen Biomassekraftwerken entspricht. Dies meldet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft e. V. (VBEW).

Um das festliche Strahlen der Weihnachtsbeleuchtung entspannt genießen zu können, sollten einige Dinge beachtet werden. So ist beim Kauf einer Beleuchtung unbedingt darauf zu achten, dass das Produkt ein VDE- oder TÜV-Siegel hat. Vor dem Aufhängen der Lichterkette die Leitungen und Gummidichtungen der Fassungen nach eventuellen Schäden absuchen. Lichterketten, die im Außenbereich eingesetzt werden, müssen unbedingt wasserfest sein. Wird die Kette in einen Baum gehängt, sollte sie auch entsprechend stabil sein, um dem Zerren der Äste standzuhalten. Lichtschläuche sind im Vergleich zwar teurer, aber auch haltbarer als Lichterketten.

Fällt eine Lampe in der Lichterkette aus, sollte möglichst schnell eine neue eingesetzt werden, denn die Spannung verteilt sich auf die übrigen Lampen, die dann überlastet werden und durchbrennen. Welche Voltzahl die Ersatzlampe haben muss, lässt sich einfach errechnen. Man teil 230 Volt durch die Anzahl der Lampen. Bei einer Kette mit 100 Lampen braucht man demnach eine 2,3-Volt-Ersatzlampe.

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