Oettinger in Paris

Elefantenrunde: EdF und EnBW setzen Zusammenarbeit fort

Bei einem Besuch in Paris hat sich der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger mit dem Chef des französischen Energiekonzerns Electricité de France (EdF) getroffen und die weitere Zusammenarbeit mit der Energie Baden-Württemberg (EnBW) besprochen. Die Franzosen halten 45,01 Prozent an der EnBW.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (red) - EdF-Vorstandsvorsitzender Pierre Gadonneix ließ im Gespräch im Oettinger verlauten, man wolle den bis 2011 laufenden Kooperationsvertrag weiter verlängern. Dabei sei man "mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe einverstanden und wolle keine einseitige Überlegenheit". Oettinger sagte anschließend, der EdF-Chef habe auch die Erneuerung von Produktionsstätten in Baden-Württemberg zugesagt und sei am Neubau von Wasser-, Kohle-, Gas- und Dampfkraftwerken interessiert. Zudem soll die Zusammenarbeit mit den Forschungsinstituten der Universität Karlsruhe über 2006 hinaus um weitere fünf Jahre verlängert werden, sicherte Gadonneix zu.

Die Konzerne wollen zudem ein Engagement in Mittel- und Osteuropa abstimmen, hieß es aus Paris, wobei Oettinger mit den "guten Beziehungen zu den Donaustaaten wie Ungarn, Rumänien und Bulgarien sowie Tschechien und die Slowakei dabei gewissermaßen als Türöffner helfen" will. Bereits im Dezember oder im Januar wollen sich beide zu einem weiteren Gespräch treffen, dann sollen auch Bundespolitiker dabei sein. Bis dahin will sich der baden-württembergische Ministerpräsident schon mal in Berlin für eine Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Neckarwestheim einsetzen.

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