Einstweilige Verfügung gegen Ares

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Auf Antrag der Mannheimer MVV Energie AG hat die 7. Zivilkammer des Landgerichts Mannheim eine einstweilige Verfügung gegen die mit ProMarkt kooperierende Berliner Ares Energie AG wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens erlassen. Die Ares Energie AG habe im Internet "mit unklaren Preisangaben und unklaren Angaben zur Vertragsdauer" geworben. Gerichtssprecherin Katrin Rudolph: "Ares darf so nicht werben - egal wo". Bei Zuwiderhandlung droht der Ares AG ein Ordnungsgeld in Höhe von 500.000 DM - oder ersatzweise Ordnungshaft für die Geschäftsführer.


Die MVV Energie AG wirft der in Berlin ansässigen Ares Energie AG "irreführende Werbung" vor. Ares werbe mit Bruttopreisen, bei denen ein Hinweis auf zusätzliche Zähler- und Ablesekosten fehle. Außerdem werde teilweise durch die Angabe von reinen Nettopreisen der Anschein äußert günstiger Strompreise erweckt. Zudem werbe Ares zugleich mit kurzen Vertragslaufzeiten und einem Startguthaben, ohne dabei klarzustellen, dass der Kunde diese beiden Vorteile nur alternativ in Anspruch nehmen könne.


Die Ares Energie AG hatte sich vorgerichtlich noch verteidigt und sich der Abmahnung nicht unterwerfen wollen. Die ProMarkt-Gruppe hatte bereits am 17. Juni 1999 aufgrund einer Abmahnung durch die MVV Energie AG eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben.

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