Urteil

Einkaufswagen-Crash kein Fall für die Kfz-Haftpflicht

Die Kollision mit einem rollendem Einkaufswagen ist kein Verkehrsunfall, entschied das Münchner Amtsgericht. Die Kfz-Haftpflicht ist demnach nicht zuständig. Ein Mann, dessen Einkaufswagen einen Schaden verursacht hatte, muss aus eigener Tasche zahlen.

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München (dpa/red) - Ein Zusammenstoß zwischen einem rollenden Einkaufswagen und einem parkenden Auto gilt nicht als Verkehrsunfall und ist damit kein Fall für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Vielmehr muss derjenige für den Schaden zahlen, der den Einkaufswagen ungesichert abgestellt hat. Das hat das Münchner Amtsgericht in einem mittlerweile rechtskräftigen Urteil entschieden (AZ 343 C 28512/12).

Einkaufswagen rollte gegen anderen Wagen

In dem Fall hatte ein Mann den Einkaufswagen auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Landkreis Starnberg neben sein Auto gestellt, um leere Getränkekisten aufzuladen. Dabei rollte der Einkaufwagen gegen einen daneben geparkten Kastenwagen. Den Schaden von 1638,43 Euro versuchte die Eigentümerin des Kastenwagens von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Mannes zu bekommen. Die Klage der Frau wies das Amtsgericht ab. Es verurteilte aber den Mann zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 1519,91 Euro.

Kfz-Haftpflicht zahlt nicht

Die Kfz-Haftpflichtversicherung müsse nur zahlen, wenn sich ein Unfall bei Betrieb eines Kraftfahrzeugs ereignet. In diesem Fall aber hätte der Mann beim Abstellen des Einkaufswagens darauf achten müssen, dass dieser sicher steht und nicht wegrollt. Mit seinem Auto hatte die Sache nichts zu tun.

Quelle: DPA

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