Durchleitungsbedingungen

Einigung auf Abkommen zur Nabucco-Pipeline

Die Transitländer des Gaspipeline-Projekts Nabucco wollen am 13. Juli die Durchleitungsbedingungen in einem Abkommen besiegeln. Die EU-Kommission sei zur Unterzeichnungszeremonie in die Türkei eingeladen worden, teilte der Sprecher von EU-Energiekommissar Andris Piebalgs am Freitag mit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (ddp.djn/red) - Das Abkommen ist eine wichtige Voraussetzung für die endgültige Investitionsentscheidung über Nabucco, die laut Betreiberkonsortium im ersten Halbjahr 2010 fallen soll. Der Vertrag zwischen der Türkei, Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien schaffe die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Benutzung der Pipeline, sagte der Sprecher von Piebalgs weiter. Über konkrete Inhalte könne er nichts sagen, da das Abkommen erst bei der Unterzeichnung veröffentlicht werde.

Zugang zu neuen Gasquellen

Mit der 3300 Kilometer langen Nabucco-Pipeline, deren Kosten auf rund 7,9 Milliarden Euro geschätzt werden, will sich die Europäische Union Zugang zu neuen Gasquellen vor allem in Zentralasien erschließen. Darüber hinaus seien auch Ägypten und der Irak als Gaslieferanten für Nabucco im Gespräch. Das Nabucco-Konsortium besteht aus der Essener RWE AG, OMV AG aus Österreich, MOL aus Ungarn, Transgaz aus Rumänien, Bulgargaz aus Bulgarien und Botas aus der Türkei.

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