Verluste

Einbruch der Chemiesparte: Evonik schreibt rote Zahlen

Der Mischkonzern Evonik ist im ersten Quartal wegen der weltweiten Wirtschaftskrise in die roten Zahlen gerutscht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank der Umsatz um 19 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro, wie der ehemalige RAG-Konzern am Montag in Essen mitteilte.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/red) - Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 46 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Evonik noch 284 Millionen Euro verdient. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiter mit deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgängen. Detailliertere Prognosen seien derzeit noch nicht möglich.

Chemiesparte zieht Evonik in Verlustzone

Im ersten Jahresviertel war den Angaben zufolge vor allem das Chemiegeschäft von der Krise belastet. Der Erlöse schrumpften um knapp ein Viertel auf 2,2 Milliarden Euro. Das Bereichsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) halbierte sich auf 233 Millionen Euro. Die Sparte sorgt für fast drei Viertel des Gesamtgeschäfts. "Im März haben wir zwar in einigen unserer Chemie-Geschäfte eine leichte Erholung verspürt, eine durchgreifende Belebung ist jedoch nicht in Sicht", sagte Evonik-Vorstandsvorsitzender Klaus Engel. Rückgänge um mehr als 40 Prozent beim Ebitda verbuchten auch die Segmente Energie und Immobilien.

500 Millionen jährlich sparen

Mit einem bereits begonnenen Sparprogramm will der Konzern bis 2012 insgesamt 500 Millionen Euro jährlich weniger ausgeben. Allein im laufenden Jahr sollen die Kosten um 300 Millionen Euro gesenkt werden. Dabei wird ein Teil der Einsparungen nach Konzernangaben "einmaliger Natur" sein. Bereits im ersten Quartal seien die Sachinvestitionen um knapp ein Drittel auf 159 Millionen Euro reduziert worden.

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