Feldversuch

Ein Drittel weniger Heizkosten durch Erdwärme

Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus dem Erdboden oder der Luft und erzeugen so einen großen Teil der Energie für die Heizung. So können bei modernen Anlagen etwa 40 Prozent der eingesetzten Energie eingespart werden. Dadurch sinken die Heizkosten um 30 Prozent und der Ausstoß das Treibhausgases Kohlendioxid in entsprechendem Umfang.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Verbraucher können durch den Einsatz von Wärmepumpen ihren Heizenergie-Bedarf um über ein Drittel senken und damit die Heizkosten verringern sowie die Umwelt schonen. In der Summe sind auch die Gesamtkosten für Geräte und Energie bei einer Wärmepumpen-Heizung niedriger als bei herkömmlichen Heizungen. Diese Ergebnisse belegt ein Feldversuch, der auf dem Kongress "1. Forum Wärmepumpe" in Berlin vorgestellt wurde.

Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus dem Erdboden oder der Luft und erzeugen so einen großen Teil der Energie für die Heizung. So können bei modernen Anlagen etwa 40 Prozent der eingesetzten Energie eingespart werden. Dadurch sinken die Heizkosten um 30 Prozent und der Ausstoß das Treibhausgases Kohlendioxid in entsprechendem Umfang. Wird der nötige Strom für die Wärmepumpe aus Wasser-, Wind- oder Solarenergie gewonnen, entsteht keinerlei Kohlendioxid-Ausstoß mehr. In der Schweiz werden Wärmepumpen bereits in fast 40 Prozent aller Neubauten eingesetzt.

Neben dem Nutzen für Verbraucher schafft die Wärmepumpe auch für Handwerker und Hersteller neue Chancen. Die Technologie erfordert Know-how bei der Entwicklung sowie beim Einbau und könnte so neues Wachstum und damit Arbeitsplätze schaffen. Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG, fasst die Vorteile zusammen: "Wer die Wärme aus der Erde nutzt ist doppelt schlau: Er schont auf Dauer seinen Geldbeutel und die Umwelt. Und unsere Wirtschaft gewinnt auch - schließlich sind moderne Wärmepumpen echte High-Tech Artikel made in Germany."

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