Nicht gerechtfertigt

Eigentümer rufen zu Widerspruch gegen neue Gas-Preisrunde auf

Zum 1. Juli und zum 1. August haben viele deutsche Gasversorger, darunter E.ON, Stadtwerke München, Stadtwerke Dresden und die Frankfurter Mainova, neuerliche Gaspreiserhöhungen angekündigt. Nach den Verbraucherschützern und dem Mieterbund rufen jetzt auch die Wohnungseigentümer zum Widerspruch auf.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Kiel (ddp/sm) - Nach den Verbraucherschützern und dem Mieterbund rufen jetzt auch die Wohnungseigentümer ihre Mieter zum Widerspruch gegen Gaspreiserhöhungen auf. Vor dem Hintergrund der Ankündigung des Gasversorgers E.ON Hanse, die Preise zum 1. August um 12,9 Prozent anzuheben, rät die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Schleswig-Holstein Verbrauchern, der Anhebung zu widersprechen.

Aus Sicht des Verbandsvorsitzenden Jochem Schlotmann sind die Preiserhöhungen nicht gerechtfertigt, da sie regelmäßig lediglich mit der Kopplung des Gasbezugspreises an den des Erdöls begründet werden. Dies sei aus Sicht der Rechtsprechung nicht ausreichend (Amtsgericht Heilbronn, Urteil vom 15. April 2005, AZ: 15 C 4394), weil die Gasversorger zur Begründung ihre Preiskalkulation offen legen müssten. Dies erfolge erfahrungsgemäß nicht, so dass die Preiserhöhung unwirksam sei, erläutert der Verbandsvorsitzende.

Ein Widerspruchs-Musterschreiben stellt der Verband auf seiner Internetseite zur Verfügung. Laut Schlotmann überprüfen das Bundeskartellamt und die Behörden der Länder derzeit in 110 Verfahren das Vorgehen der Energieunternehmen.

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