Energiebörse

EEX versteigert europäische Emissionsberechtigungen

Die Leipziger Energiebörse European Energy Exchange AG (EEX) wird im Auftrag des Bundesumweltministeriums die Primärmarktauktion für europäische Emissionsberechtigungen (EUA) in Deutschland durchführen. Die EEX erhielt den Auftrag des Ministeriums für die im Januar 2010 beginnende regelmäßige Versteigerung, wie das Unternehmen am Mittwoch in Leipzig mitteilte.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/red) - Die EEX stehe für Wettbewerb und Transparenz auf den Energiemärkten und biete ideale Voraussetzungen für die geplanten EUA-Versteigerungen des Bundes, erklärte der Vorstandsvorsitzende Hans-Bernd Menzel. Deutschland sei innerhalb des europäischen Emissionshandelssystems der größte Emittent für Emissionsberechtigungen. Die EEX freue sich darauf, gemeinsam mit dem Partner Eurex für den Bund die Versteigerung der Emissionsberechtigungen umzusetzen.

Für die Jahre 2010 und 2011 werden den Angaben zufolge jährlich zehn Prozent der deutschen Emissionsberechtigungen versteigert. Alle Börsenmitglieder, die für den Handel von Emissionsberechtigungen an der EEX zugelassen sind, könnten ohne weitere Zulassungsvoraussetzungen an den Versteigerungen teilnehmen.

Die European Energy Exchange AG betreibt als führende Energiebörse Kontinentaleuropas Marktplätze für den Handel mit Strom, Erdgas, CO2-Emissionsrechten und Kohle.

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