Handelsverhalten

EEX: Transparenz ja, Verletzung des Börsengeheimnisses nein

Die Leipziger Strombörse EEX will künftig Gebotskurven der Spotmarktauktionen veröffentlichen. Das soll - neben der Veröffentlichung von Preisindizes und der anonymisierten Veröffentlichung von Preis und Umsatz jedes einzelnen Geschäfts - zu einer größeren Transparenz des Marktes führen. Eine Entlarvung von "Market Movern" wird es jedoch nicht geben.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Leipziger Strombörse EEX will künftig Gebotskurven der Spotmarktauktionen veröffentlichen. Das soll - neben der Veröffentlichung von Preisindizes und der anonymisierten Veröffentlichung von Preis und Umsatz jedes einzelnen Geschäfts - zu einer größeren Transparenz des Marktes führen.

Die heiße jedoch nicht, dass die EEX das Handelsverhalten von einzelnen Marktteilnehmern offen legen wird, um angebliche "Market Movers" zu entlarven, teilte die Börse mit. "Die EEX ist bereits heute anerkanntermaßen der transparenteste Teil der Marktes, und dies mit deutlichem Abstand. Wir sehen Transparenz als einen entscheidenden Erfolgsfaktor für die weitere Entwicklung der Liquidität und werden dazu im Rahmen unserer Möglichkeiten jeden Beitrag leisten", erläutert Dr. Hans-Bernd Menzel, Vorstandsvorsitzenderder European Energy Exchange AG.

"Unrichtig ist allerdings, dass eine Veröffentlichung des Handelsverhaltens einer kleinen Gruppe von Teilnehmern oder gar einzelner Teilnehmer geplant ist." Dies widerspräche im Übrigen dem Prinzip der Anonymität des börslichen Handels, das auch im Börsengeheimnis – Paragraph 7 des Börsengesetzes – verankert ist, stellte EEX-Chef Menzel klar.

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