Bloomberg-Bericht

EEX prüft Möglichkeiten eines Market-Couplings

Die Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) prüft zurzeit Möglichkeiten eines Market-Couplings am Spotmarkt zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern. In diesem Zusammenhang werden Diskussionen mit benachbarten Strombörsen geführt, konkrete Verhandlungen allerdings nicht.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Damit entschärft die EEX eine Meldung von Bloomberg vom 7. Oktober 2003, in der bereits von Verhandlungen zwischen EEX und einem Netzbetreiber die Rede ist. Da für derartige Themen in Deutschland die Netzbetreiber zuständig sind, erfolgt die Prüfung gemeinsam mit den Netzbetreibern.

Die EEX greift damit zusammen mit Netzbetreibern und anderen europäischen Börsen die Aufforderung der Europäischen Kommission auf, die Nutzung der an verschiedenen Grenzen bestehenden Engpässe zu optimieren und somit einen Beitrag zu einem europäischen Strommarkt zu leisten.

Unter Market-Coupling versteht man, dass Strombörsen die zur Verfügung stehende grenzüberschreitende Leitungskapazität innerhalb ihres Spotmarktes berücksichtigen, um preiswerten Strom im Rahmen der zur Verfügung stehenden Leitungskapazität den jeweiligen Nachbarländern zur Verfügung zu stellen.

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