Zusätzliche Impulse

EEX handelt künftig auch Optionen auf Stromfutures

Bereits im Juli wird die European Energy Exchange die ersten Schulungen zum Handel mit Optionen anbieten. Ab Herbst dann können die Handelsteilnehmer der EEX unter echten Bedingungen in einer Simulationsumgebung den Handel mit Optionen erproben und ihre Systeme testen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - Die European Energy Exchange (EEX) wird vor Ende dieses Jahres den Handel mit Optionen auf Stromfutures aufnehmen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Börsenrat auf seiner gestrigen Sitzung in Berlin gefasst. Bereits im Juli wird die European Energy Exchange die ersten Schulungen zum Handel mit Optionen anbieten. Ab Herbst dann können die Handelsteilnehmer der EEX unter echten Bedingungen in einer Simulationsumgebung den Handel mit Optionen erproben und ihre Systeme testen.

Seit Sommer 2000 werden an der in Leipzig ansässigen Börse bereits Strom am Spotmarkt und seit Frühjahr 2001 auch Futures am Terminmarkt gehandelt. Dieses Angebot soll nun durch Optionen ergänzt werden. Damit können die Marktteilnehmer ihre Risiko- und Rendite-Profile noch besser an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Gegenwärtig handeln bereits 116 Börsenteilnehmer aus dem In- und Ausland täglich zwischen 1,5 und zwei Terawattstunden Strom.

Vorstandschef Dr. Hans-Bernd Menzel erwartet, dass die Aufnahme des Optionshandels dem Geschäft zusätzliche Impulse gibt. Optionen gelten als unverzichtbares Element im Terminhandel. Durch sie sei es möglich, das finanzielle Risiko von Strombeschaffung oder -verkauf zu minimieren, ohne auf die Chancen günstiger Preisentwicklungen zu verzichten. Zudem wird die EEX für die geplanten Optionskontrakte auch das Clearing übernehmen. Der Käufer einer Option brauche dabei keine Sicherheiten zu hinterlegen.

Der Börsenrat diskutierte außerdem intensiv die Umfrage der EEX zum Emissionshandel und forderte die EEX auf, sich bei Handel und Abwicklung von Emissionszertifikaten zu engagieren. Als besonders wichtig hob der Börsenrat hervor, dass die Handelsteilnehmer bereits existierende Prozesse, Infrastruktur und Know-how nutzen könnten.

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