Regelwerksänderungen

EEX-Börsenrat stellt Weichen für Emissionshandel

Der Börsenrat der Leipziger Strombörse EEX hat kürzlich die Regelwerksänderungen im Zusammenhang mit der Einführung des Handels mit Emissionsrechten für Kohlendioxid abschließend diskutiert und befürwortet. Gleichzeitig beschloss er, im kommenden Jahr die Hälfte seiner Sitzungen im Ausland abzuhalten.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Leipzig (red) - Nach dem Aufsichtsrat hat nun auch der Börsenrat der Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) die Regelwerksänderungen im Zusammenhang mit der Einführung des Handels mit Emissionsrechten für Kohlendioxid abschließend diskutiert und befürwortet.

Somit wurden nun von Seiten der Börse die letzten Weichen für eine Einführung des Spothandels mit Kohlendioxid-Emissionsrechten Anfang Januar 2005 gestellt. Im Zuge der erneut aufkommenden Diskussion um die Transparenz im Strommarkt waren sich die Mitglieder des Börsenrates darüber einig, dass der regulatorische Rahmen für den Großteil der Transparenzvorschriften nicht von einer Börse geschaffen werden kann, sondern vom Gesetzgeber vorgegeben werden müsse. Die EEX trage wesentlich zur Transparenz des Marktes bei, indem Preis und Umsatz jedes an der Börse getätigten Geschäftes unmittelbar veröffentlicht wird. Darüber hinaus seien für die Marktteilnehmer auch die Gebotskurven der Einzelstundenauktion zugänglich. Bislang wurden diese Gebotskurven jeweils 14 Tage nach Handel bereitgestellt. Der Börsenrat hat nun eine Verkürzung auf sieben Tage beschlossen.

Der Börsenrat beschloss zudem, im kommenden Jahr die Hälfte seiner Sitzungen im Ausland abzuhalten. Auf diese Weise soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Hälfte der Handelsteilnehmer der EEX den Firmensitz nicht in Deutschland habe.

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