Stromhandel

EEX: Börsenbilanzkreisverträge jetzt auch in Österreich

Börsliche Spotgeschäfte können für Handelsteilnehmer der EEX künftig auch in Österreich physisch erfüllt werden. Die drei österreichischen Regelzonen Tirol, Vorarlberg und Verbund Austrian Power Grid sollen ab Frühjahr 2005 - synchron mit der Umstellung der Spotmarktauktion auf Xetra - in Betrieb genommen werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Leipzig (red) - Künftig können börsliche Spotgeschäfte der EEX auch in Österreich physisch erfüllt werden. Zusätzlich zu den vier deutschen Börsenbilanzkreisverträgen mit E.ON, Vattenfall, RWE und EnBW hat die European Energy Exchange AG (EEX) kürzlich mit den Bilanzgruppenkoordinatoren A&B Ausgleichsenergie & Bilanzgruppen-Management AG und APCS Power Clearing and Settlement AG Börsenbilanzkreisverträge abgeschlossen.

Der Abschluss der Verträge ist Voraussetzung für den börslichen Stromhandel in allen drei österreichischen Regelzonen Tirol, Vorarlberg und Verbund Austrian Power Grid. Das bedeutet für die Handelsteilnehmer der EEX, dass zukünftig börsliche Geschäfte der EEX auch in Österreich physisch erfüllt werden können. Damit ist die stromseitige Erfüllung auch grenzüberschreitend möglich.

Geplant ist, die österreichischen Regelzonen ab Frühjahr 2005 synchron mit der Umstellung der Spotmarktauktion auf Xetra in Betrieb zu nehmen.

Bereits heute ist der Handel an der EEX international: Es handeln 117 Unternehmen aus 14 verschiedenen Ländern am integrierten Spot- und Terminmarkt.

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