Halbjahresbilanz

EEX bestätigt positive Geschäftsentwicklungen

Die Leipziger Strombörse EEX konnte ihren Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp 20 Prozent steigern und auch im Handelsvolumen an das vorherige Jahr anknüpfen. Dies sei eine gute Grundlage für geplante Investitionen in neue Produkte und Märkte, heißt es aus dem Unternehmen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Leipzig (red) - Die European Energy Exchange AG (EEX) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sowohl beim Handelsvolumen als auch bei den Umsatzerlösen an das gute Geschäftsjahr 2003 angeknüpft. Gleichzeitig verbesserte sich auch die Ertragssituation.

Im ersten Halbjahr 2004 lag der Umsatz der europäischen Energiebörse mit 8,36 Millionen Euro etwa 20 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (6,94 Millionen Euro). Dazu haben laut Bericht die etwas höheren Erlöse aus dem Spotmarkt-Geschäft, aber auch die deutlich verbesserten Einnahmen aus Terminmarkt-Tranksaktionen beigetragen. Dr. Hans-Bernd Menzel, Vorstandsvorsitzende der EEX, sieht die Ergebnisverbesserung als gute Grundlage für die in der zweiten Jahreshälfte geplanten Investitionen in neue Produkte und Märkte.

Mit 1,69 Millionen Euro lagen die Erlöse aus dem Spotmarkt-Geschäft auf dem hohen Niveau des Vorjahres (1,66 Millionen Euro). Gleichzeitig zogen die Erlöse aus den Terminmarkt-Transaktionen auf 5,48 Millionen Euro an und lagen damit um 24 Prozent über dem Vorjahreswert (4,16 Millionen Euro).

Zwar sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit minus 64 000 Euro leicht negativ, trotzdem unterstreiche die Verbesserung des EBIT um 1,577 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresniveau laut Finanzchefin Iris Weidinger deutlich das sehr gesunde operative Kerngeschäft der EEX. Diese positive Entwicklung wird in erster Linie damit begründet, dass die im vergangenen Jahr veranlassten Prozessoptimierungen nun greifen und auch das OTC-Clearin erstmals ganzjährig ertragswirksam sei. Die Erlöse aus Zulassungs-, Schulungs-, Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen lagen mit 2,13 Millionen Euro geringfügig niedriger als im gleichen Zeitraum 2003 (2,24 Millionen Euro).

Insgesamt konnte die EEX im ersten Halbjahr 2004 einen Überschuss von 86.000 Euro erzielen. Im Gegensatz dazu war im ersten Halbjahr 2003 noch ein Fehlbetrag von 1,46 Millionen Euro angefallen. Im Gesamtjahr wird es planungsgemäß einen Jahresfehlbetrag von 3,5 Millionen Euro geben, da die EEX in der zweiten Jahreshälfte verstärkt in neue Produkte und Systeme investieren wird.

"Das Tempo unserer Projekte zieht an", so Menzel über die nächsten Schritte. Die EEX plane für November 2004 die Einführung von Optionen. Außerdem sei eine Einführung physisch erfüllter Futures für das Frühjahr 2005 geplant.

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