Richtige Richtung

EEX auf anhaltendem Stabilisierungskurs

Zwar wird die Strombörse EEX auch in diesem Jahr in der Verlustzone bleiben, diese wird aber nicht so groß sein wie erwartet. Mit 7,670 Millionen Euro liegen die Erlöse um knapp 2,3 Millionen über den Erwartungen .Mit etwa 75 Prozent entfiel der überwiegende Teil der Gesamterlöse auf Transaktionsentgelte, fast 22 Prozent trugen Teilnehmergebühren bei.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Strombörse European Energy Exchange AG (EEX) in Leipzig befindet sich auf anhaltendem Stabilisierungskurs. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres konnte die europäische Energiebörse eine deutlich positive Entwicklung verzeichnen. Zwar schreibt die in Leipzig ansässige Energiebörse nach wie vor ein negatives Ergebnis, doch konnte der Fehlbetrag in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert werden.

Per September 2003 wurden die geplanten Erlöse um knapp 2,3 Millionen Euro übertroffen und liegen damit bei 7,670 Millionen Euro. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser deutlichen Erlössteigerung trugen die hohen Umsätze am Terminmarkt und damit einhergehend die positive Entwicklung des Geschäftsfelds OTC-Clearing bei.

Der Bereich EEX Consulting weist nach Worten des Vorstandsvorsitzenden der European Energy Exchange AG, Dr. Hans-Bernd Menzel, keine derart dynamische Entwicklung auf, doch zeige er in die richtige Richtung und bewege sich im Rahmen der zurückhaltenden Erwartungen. "Wir stoßen bei Projekten in börsennahen Bereichen vor allem im internationalen Umfeld auf eine gute Marktresonanz, haben bereits einige kleinere Aufträge erhalten und stehen vor weiteren Abschlüssen", zeigte sich Menzel zuversichtlich.

In der Erlösstruktur hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 kaum etwas verändert: Mit etwa 75 Prozent entfiel der überwiegende Teil der Gesamterlöse auch im Berichtszeitraum bis Ende September auf Transaktionsentgelte, fast 22 Prozent trugen Teilnehmergebühren bei und knapp drei Prozent entfiel auf sonstige Erlöse.

Für das Gesamtjahr 2003 rechnet die EEX mit einem Verlust, der jedoch deutlich unter den geplanten 5,7 Millionen Euro liegen wird. Die EEX wird laut Bericht im laufenden Geschäftsjahr einen leicht positiven Cash-Flow erzielen. Vor dem Hintergrund der "soliden Entwicklung und bodenständiger Planung" hält der EEX-Chef an seinem Ziel fest, den Break-even im Jahre 2006 zu erreichen. "Unser Ziel ist es, durch Erweiterungen unserer Produkt- und Handelsfelder eine nachhaltige Erlöserweiterung zu realisieren, die uns den auch weiterhin steinigen Weg zu schwarzen Zahlen festigen soll", unterstreicht Menzel.

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