Zwei Drittel weniger

EEG: BAFA entlastet 330 Unternehmen

Zum Jahreswechsel hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Anträge von 330 besonders stromintensiven Unternehmen für eine besonderen Ausgleichsregelung der Abgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gebilligt und pünktlich zum Jahreswechsel die Bescheide versandt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Etwa 330 besonders stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes, sowie 45 Eisen-, Straßen- und U-Bahnen in Deutschland können im kommenden Jahr erneut mit Entlastungen bei ihren Stromrechnungen rechnen. Zum Jahreswechsel hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ihre Anträge nach der besonderen Ausgleichsregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gebilligt und pünktlich zum Jahreswechsel die Bescheide versandt.

Stromintensive Unternehmen können dadurch Entlastungen von etwa 240 Millionen Euro erwarten. Davon entfallen etwa 220 Millionen Euro auf Produktionsunternehmen. Die Entlastung für 2006 entspricht damit in etwa der nach der besonderen Ausgleichsregelung im Jahr 2005 gewährten Begünstigung, hieß es aus dem Umweltministerium. Gesetzliche Sonderregelungen bei der Ökosteuer, den Konzessionsabgaben sowie im Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz würden den Strombezug der jetzt begünstigten Unternehmen darüber hinaus in einer Größenordnung von etwa 1,5 bis zwei Milliarden Euro jährlich verbilligen.

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