Gas übres schwarze Meer

EDF steigt bei russischer Gas-Pipeline South Stream ein

Der staatliche französische Energiekonzern EDF steigt bei der russisch Gaspipeline South Stream ein. Der russische Konzern Gazprom habe mit EDF dazu eine Vereinbarung unterzeichnet, sagte der russische Regierungschef Wladimir Putin am Freitag bei einem Besuch im französischen Rambouillet.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Rambouillet (afp/red) - Nach französischen Angaben beteiligt sich EDF mit rund zehn Prozent an dem Projekt, das bisher von Gazprom und der italienischen ENI-Gruppe vorangetrieben wurde.

South Stream soll ab 2013 Erdgas von Russland über das Schwarze Meer nach Westeuropa bringen. Die Pipeline führt dabei an der Ukraine vorbei, mit der Russland in einem Dauerkonflikt liegt, was schon mehrfach zur Unterbrechung der europäischen Gaslieferungen geführt hat. South Stream ist ein Konkurrenzprojekt zu der von der Europäischen Union unterstützten Pipeline Nabucco. Sie soll 2014 fertiggestellt werden und unter Umgehung Russlands Gas vom Kaspischen Meer nach Europa leiten. An Nabucco ist auch der deutsche RWE-Konzern beteiligt.

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