315 Megawatt aus Windkraft

Ecofys-Schwester plant Offshore-Windpark bei Norfolk

Die Econcern-Tochter Ecoventures will ein Gebiet vor der Küste von Norfolk pachten, um dort einen Offshore-Windpark zu errichten. Die geplanten 60 bis 80 Windturbinen sollen eine halbe Million Menschen mit Strom versorgen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Köln (red) - Vor wenigen Tagen bot die Liegenschaftsverwaltung der Britischen Krone (Crown Estate) einem Konsortium unter Führung der Econcern-Tochter Ecoventures an, 20 Kilometer vor der englischen Küste bei Norfolk den Standort für den Offshore-Windpark "Sheringham Shoal" zu pachten. Die Econcern-Gruppe wird in Deutschland durch Ecofys vertreten, die sich auf Dienstleistungen und Produkte im Bereich erneuerbare Energien spezialisiert hat.

Mit diesem Pachtvertrag erwirbt das "Scira Offshore Energy" genannte Konsortium das exklusive Recht, "Sheringham Shoal" zu entwickeln. Im Konsortium arbeitet Ecoventures mit der britischen SLP Energy zusammen. "Die technischen und umweltrelevanten Planungen werden sofort beginnen, damit die Baugenehmigung wie erwartet im Jahr 2006 erteilt wird", so Ecofys-Geschäftsführer Frank Wouters. Das Konsortium plant, in der englischen Nordsee zwischen 60 und 80 Windturbinen mit insgesamt 315 Megawatt Leistung zu errichten.

"Die Windfarm wird nachhaltige Energie für ungefähr eine halbe Million Menschen produzieren; dafür müssen etwa 460 Millionen Euro investiert werden" erläutert Frank Wouters. Scira Offshore Energy will der Mitteilung zufolge bald erste Gespräche mit den maßgeblichen örtlichen Interessenvertretern, Behörden sowie anderen Offshore-Projektentwicklern aufnehmen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Naturstrom

    EEG-Reform: Neue Regeln für Windenergie geplant

    Für die Windenergie wird es mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im kommenden Jahr Änderungen bei der Förderung geben. Ähnlich wie es bereits für den Sonnenstrom gilt, soll die Höhe der Förderung über Ausschreibungen festgelegt werden.

  • Energiewende

    So soll die Energiewende reformiert werden

    Union und SPD einigen sich auf eine Reform der Energiewende, um den rasanten Anstieg der Strompreise zu verhindern. Die Förderung von Windparks wird begrenzt, Vergütungen für Betreiber neuer Stromanlagen werden eventuell komplett gestrichen - insgesamt soll der Ausbau von Ökostrom günstiger werden. Wie die Zielsetzungen für den Strommix aussehen sollen, bleibt strittig.

  • Hochspannungsmasten

    Koalition will Strom aus Wasserkraft stärker fördern

    Im Bundestag wird heute erstmals der Entwurf der Regierungskoalition zur Neureglung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beraten. Die Koalition plant eine stärkere Förderung von Strom aus Wasserkraftanlagen und strebt auch bessere Bedingungen für Biomasse und Geothermie an. Die Förderung von Strom aus Windkraft soll hingegen heruntergefahren werden.

  • Hochspannungsmasten

    Paziorek: Stärkere Förderung der Biomasse durch EEG-Novelle dringend notwendig

    Die CDU/CSU-Fraktion lehnt die von Bundeswirtschaftsminister Clement geforderte Kürzung der Fördersätze für Strom aus Biomasse um jährlich fünf Prozent sowie die Halbierung des Förderzeitraumes von 20 auf zehn Jahre ab. Diese Vorschläge würden die Biomasse massiv gefährden. Daher will sich die Union für eine stärkere Förderung der Biomasse einsetzen.

  • Stromtarife

    Stimmen zum EEG-Referentenentwurf

    Die Stimmen zum Referentenentwurf zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind überwiegend positiv. Der NABU zeigte sich überaus zufrieden und auch die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft erkennt die notwendige Investitionssicherheit. Ökostromhändler NaturEnergie hat den Vorschlag eher mit gemischten Gefühlen aufgenommen.

Top