eco-campus.net: Hochschulen sollen Alternativanbieter wählen

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
In einer Aufforderung des Hochschulnetzwerks eco-campus.net an alle Hochschulen und betroffenen Ministerien und Behörden heißt es: "Im Rahmen der Einführung des Wettbewerbs auf den Energiemärkten ist es jedem Verbraucher, also auch den Hochschulen, möglich, den bisherigen Stromversorger zu wechseln und einen Alternativanbieter zu wählen. Auch in vielen Hochschulen laufen insbesondere unter Kostengesichtspunkten derzeit Verhandlungen mit Stromversorgern über neue Tarifverträge. Immer mehr Hochschulen haben sich jedoch in der Vergangenheit zu einem umweltfreundlichen Betrieb der Hochschule verpflichtet, verbunden mit einer kontinuierlichen Reduktion der Ressourcenverbräuche und der dabei entstehenden Emissionen. Dies schließt auch die Vorketten der Energieerzeugung mit ein. Die Strompreisgestaltung von Hochschulen sollte daher nicht nur ökonomische Aspekte, sondern auch ökologische und soziale Aspekte beinhalten, ganz im Sinne der Agenda 21.


Das Netzwerk eco-campus.net und seine Mitglieder fordern die Hochschulen und die zuständigen Minsterien/Behörden daher zu folgender Regelung auf: Wird in derzeit laufenden oder in geplanten Verhandlungen einer Hochschule (oder der für sie verhandelnden Ministerien/Behörden) ein günstigerer Strompreis als bisher ausgehandelt, erhält die jeweilige Hochschule jährlich die eingesparten Kosten zur eigenen Verfügung. Sie verpflichtet sich, mindestens 50 Prozent des eingesparten Betrages für zusätzliche REN- und REG-Maßnahmen an der eigenen Hochschule zu verwenden. REG bedeutet die Verwendung regenerativer Energieträger, REN die Durchführung von Maßnahmen zur rationellen Energieverwendung: Senkung des Stromverbrauchs der Hochschule, Erhöhung des Anteils selbsterzeugten Stroms durch eigene Kraft-Wärme-Kopplung, Senkung des Wärmeverbrauchs der Hochschule, Einsatz regenerativer Energiequellen an der Hochschule (Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Biogas)."

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