In Mecklenburg-Vorpommern

Ebnet gegen Abbau der Einspeisevergütung

Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Otto Ebnet, hat sich gegen die Forderung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel gewandt, im Zusammenhang mit der Gegenfinanzierung der auf 2004 geplanten Vorverlegung der Steuersenkung die Einspeisevergütung für Windenergieanlagen zu senken.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Dr. Otto Ebnet, Wirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, hat sich gegen Vorschläge zum Abbau der Einspeisevergütung für Windenergie gewandt. "In Mecklenburg-Vorpommern hängen bereits heute viele Arbeitsplätze von der Windenergie ab", sagte Ebnet zu Beginn dieser Woche in Schwerin. "In den nächsten Jahren können im Zusammenhang mit der Offshore-Technologie noch mehr als 1000 neue Arbeitsplätze hinzukommen. Wer jetzt gegen die Windkraft argumentiert, setzt Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern aufs Spiel."

Ebnet wandte sich damit gegen die Forderung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel, im Zusammenhang mit der Gegenfinanzierung der auf 2004 geplanten Vorverlegung der Steuersenkung die Einspeisevergütung für Windenergieanlagen zu senken. "Frau Merkel scheint nicht zu wissen, dass für die Einspeisung von Windenergie keine Subventionen aus öffentlichen Haushalten gezahlt werden und deshalb auch nicht eingespart werden können. Sie ist gegen Windenergie, und dafür sind ihr auch falsche Argumente recht", sagte Ebnet.

Für die weitere Entwicklung der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern soll ein Offshore-Windenergie-Zentrum in Rostock entstehen. Hier soll die Kompetenz der Unternehmen in der Branche gebündelt werden, um Betreibern die Entwicklung und den Bau kompletter Anlagen anbieten zu können. Schon in der Startphase sollen hier 400 neue Arbeitsplätze entstehen. In der Ostsee werden derzeit die Voraussetzungen für mehrere Windparks untersucht. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 927 Windenergie-Anlagen, die eine Leistung von 780 Megawatt ins Netz einspeisen können.

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