Klimaschutz

"Earth-Hour" lässt weltweit die Lichter fürs Klima ausgehen

Auch in diesem Jahr fand wieder die "Earth-Hour"-Aktion statt. Weltweit beteiligten sich tausende Städte an der Umweltschutz-Aktion und setzten ein Zeichen für den Klimaschutz. Insgesamt schalteten mehr als 6494 Städte für eine Stunde zahlreiche Lichter aus. An der Aktion beteiligten sich auch 132 deutsche Städte.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Als Zeichen für den Klimaschutz sind auch in diesem Jahr in tausenden Städten weltweit für eine Stunde die Lichter ausgegangen. Knapp 6500 Städte in 150 Ländern beteiligten sich am Samstag um 20.30 Uhr jeweiliger Ortszeit an der Aktion, wie die Umweltschutzorganisation WWF am Sonntag mitteilte. In Deutschland beteiligten sich mit 132 Städten nach Angaben der Organisatoren so viele wie noch nie zuvor.

Samoa läutete "Earth-Hour" ein

Die Samoa-Inseln im Pazifik läuteten die "Earth Hour" 2012 ein. Um 20.30 Uhr Ortszeit am Samstag erloschen für eine Stunde zahlreiche Lichter, anschließend wurden die Skylines neuseeländischer Städte ins Dunkel getaucht. Wenig später erloschen dann auch die Lichter an der Harbour Bridge im australischen Sydney sowie am berühmten Opernhaus der Stadt.

In Hongkong wurden die Lichter der Wolkenkratzer ausgeschaltet, wodurch die normalerweise glitzernde Skyline der Metropole in Dunkelheit getaucht wurde. Auch Peking und Neu Delhi beteiligten sich an der Klimaschutzaktion. In Mumbai versammelten sich Menschen auf der Straße und zündeten Kerzen an. Auch am höchsten Gebäude der Welt, der Wolkenkratzer Burdsch Chalifa in Dubai, wurde es eine Stunde lang dunkel.

Kerzenmeer statt Beleuchtung in Berlin

Unter anderem wurden auch am Tahrir-Platz in Kairo sowie am Eiffelturm in Paris die Lichter ausgeschaltet - am Eiffelturm aus Sicherheitsgründen allerdings nur für fünf Minuten. In Berlin ging die Beleuchtung am Brandenburger Tor und am Fernsehturm aus. WWF-Aktivisten entzündeten am Brandenburger Tor mit Bürgern ein Kerzenmeer in Form einer Weltkugel mit acht Metern Durchmesser.

In New York erloschen die Lichter des UN-Gebäudes "aus Solidarität mit den Männern, Frauen und Kindern - 20 Prozent der Weltbevölkerung - die keinen Zugang zu Elektrizität haben", wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte. Die "Earth Hour" sei ein "Symbol unseres Engagements für zukunftsfähige Energien für alle Menschen", erklärte Ban.

Laut WWF beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 6494 Städte in 150 Ländern an der "Earth Hour", die bereits zum sechsten Mal organisiert wurde. Sie soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Bedeutung verstärkter Anstrengungen beim Umwelt- und Klimaschutz lenken. Erstmals beteiligten sich auch Libyen und der Irak an der Aktion zum Klimaschutz.

Fotos aus dem Weltall

Aus dem All beobachtete der niederländische Astronaut André Kuipers, wie die einzelnen Länder rund um den Globus das Licht ausschalteten. Von der Internationalen Raumstation ISS wollte er von der Aktion Fotos machen. "Es gibt keinen besseren Weg, um Aufmerksamkeit für die Zukunft des schönsten Planeten im Universum zu erregen", hatte Kuipers jüngst erklärt.

Quelle: AFP

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