Zufriedenstellendes Geschäftsergebnis 2000

EAM: Kundengewinne und leicht angestiegener Stromabsatz

Die EAM hat im vergangenen Jahr zwar 0,4 Prozent mehr Strom verkauft als im Jahr davor, Strompreissenkungen führten jedoch zu 220 Millionen Mark Umsatzverlust.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die Energie-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland (EAM) konnte im Jahr 2000 sowohl ihren Stromabsatz als auch die Zahl ihrer Kunden steigern und ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erzielen.


Der Stromabsatz betrug 9808 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht einer Steigerung von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Stromverbrauch der Industriekunden stieg um 4,4 Prozent und der Verbrauch der Privatkunden sowie der kleineren Gewerbekunden um 0,7 Prozent während der Stromabsatz bei den Haushalten mit Elektrospeicherheizungen aufgrund geringerer Anlagenzahlen und der milden Witterung rückläufig war. Die Stromabgabe an die weiterverteilenden Versorgungsunternehmen sank im Vergleich zum Vorjahr geringfügig. Die Zahl der Kunden stieg gegenüber 1999 um 3906 (davon 289 Industrie- und 3617 Privatkunden) auf 680 823 Kunden im Jahr 2000. Den größten Teil ihres Stroms bezieht die EAM von ihrer Vorlieferantin und Hauptaktionärin, der E.ON Energie AG, München. Zur eigenen Stromerzeugung betrieb die EAM im Jahr 2000 insgesamt 18 Blockheizkraftwerke, drei Deponiegaskraftwerke, sechs Wasserkraftwerke, drei Photovoltaikanlagen, zwei Windkraftanlagen sowie ein Heizkraftwerk (Universität Göttingen). Die gesamte Eigenerzeugung lag im Jahr 2000 bei 150,1 Millionen Kilowattstunden (Vorjahr 166 Mio. kWh).


Die Reduzierung der Strompreise in 1999 hat sich im Geschäftsjahr 2000 ganzjährig ausgewirkt. Die Umsatzerlöse lagen mit 1,2 Milliarden Mark etwa 220 Millionen Mark unter der Vorjahreshöhe. Der Bilanzgewinn der EAM beträgt nach Auflösung von Rücklagen 235,2 Millionen Mark. Die von der EAM vorgesehene Sonderausschüttung mit Wiedereinlagen reduziert den Ertragssteueraufwand deutlich. Der hohe Bilanzgewinn ist ebenso wie der Jahresüberschuss von 121,2 Millionen Mark (Vorjahr 47,8 Millionen Mark) auf diesen außerordentlichen Steuereffekt zurückzuführen und so mit dem Vorjahr nicht direkt zu vergleichen. Um die Sonderausschüttung bereinigt liegt der Bilanzgewinn mit 31,2 Millionen Mark um 2,4 Millionen Mark über dem Vorjahr.


In den ersten drei Monaten des Jahres 2001 verkaufte die EAM bezogen auf alle Kundengruppen zwei Prozent mehr Strom als im Vorjahr. Der Stromabsatz an die Privat- und Gewerbekunden (Tarifkunden, ohne Heizungskunden) weist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls einen Anstieg von zwei Prozent auf. Der Absatz an Industriekunden stieg um ein Prozent. Die Weiterverteiler nahmen etwa gleich viel elektrische Energie ab wie im ersten Quartal 2001.

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