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EA NRW: Hinweise bei Elektrogeräteneukauf

Die Energieagentur NRW hat ihre Übersicht sparsamer Haushaltsgeräte aktualisiert und stellt die Informationen kostenlos im Internet zur Verfügung. Hier erfahren Verbraucher Wissenswertes zum Neukauf von Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen, Spülmaschinen, Wäschetrockner und Waschtrocknern.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Wer ein neues Haushaltsgerät anschafft, sollte sich gegen kostenschwere Fehlentscheidungen wappnen. Denn nicht nur der Kaufpreis entscheidet darüber, ob ein Gerät ein Schnäppchen ist: Immer stärker macht sich bei Haushaltsgroßgeräten aufgrund der steigenden Energiepreise inzwischen auch der Strom- und Wasserverbrauch bemerkbar.

Deshalb hat die Energieagentur NRW ihr Informationsangebot zu "Besonders sparsamen Haushaltsgeräten 2006/2007" aktualisiert und stellt es als kostenlose Entscheidungshilfe zur Verfügung. Energieexperten haben dazu eine Sammlung besonders sparsamer, handelsüblicher Modelle zusammengestellt, die im Internet und in gedruckter Form abrufbar sind.

2100 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 500 Waschmaschinen, 600 Spülmaschinen, 190 Wäschetrockner und 40 Waschtrockner werden derzeit in Deutschland im Handel angeboten. Ähnlich wie auf dem Automobilmarkt, wo der Kraftstoffverbrauch inzwischen zum harten Kaufkriterium geworden ist, sollten Verbraucher auch bei der so genannten "weißen Ware" auf die Energieeffizienz und den Wasserverbrauch achten. Denn gerade langlebige Geräte, die teils über Jahrzehnte im Einsatz sind, stellen die Weichen für die Energiekosten eines Privathaushaltes. Bei Waschmaschinen beispielsweise kann ein hoher Wasserverbrauch unnötige Mehrkosten von über 230 Euro verursachen, Kühlschränke unterscheiden sich über die Jahre in den Verbrauchskosten um bis zu 400 Euro, teilte die Energieagentur jetzt mit.

Dabei wies sie erneut darauf hin, dass die Energieeffizienzklassen nur "bedingt aussagekräftig" sind. Die Skala von A bis G sei bei vielen Bauarten völlig überholt, heißt es in der Publikation: Nur bei den Kühl- und Gefriergeräten seien für die effizientesten Modelle mittlerweile die uneingeschränkt zu empfehlenden Energieeffizienzklassen A+ und A++ eingeführt worden. Bei anderen Produktgruppen dagegen hätten sehr viele Geräte die Effizienzklasse A - was bedeute, dass es auch zwischen den A-Geräten große Verbrauchsunterschiede gibt.

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