Umdenken

E.ON: Windparks auch in Küstennähe bauen

E.ON-Chef Wulf Bernotat bewertet das Ziel der Bundesregierung zum Ausbau erneuerbarer Energien skeptisch. Einem Bericht der "Berliner Zeitung" sehe er besonders den geplanten Ausbau der Offshore-Windparks problematisch, ohne massive Förderung sei dies kaum möglich.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - E.ON ist an dem Pilotprojekt Alpha Ventus, einem Offshore-Windpark in der Nordsee, beteiligt und zahle trotz hoher staatlicher Hilfe kräftig drauf. Die Errichtung der Anlagen sei äußerst schwierig, da das Meer dafür besonders ruhig sein müssen, was aber nur wenige Tage im Jahr der Fall sei. Zudem müssen die Anlagen auch bei schwerer See gewartet und repariert werden.

Bernotat fordert daher ein Umdenken. Auch in Küstennähe müssten Offshore-Windparks zugelassen werden, in Dänemark und Großbritannien seien solche Anlagen bereits zugelassen.

E.ON will eigenen Angaben zufolge bis einschließlich 2010 sechs Milliarden Euro in erneuerbare Enerigen investerien.

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