Trendwende

E.ON will Preise erhöhen - wird Strom wieder teurer?

E.ON will die Preise anheben: Wie der Vorstandsvorsitzende der E.ON AG, Ulrich Hartmann, sagte, sei eine Preiserhöhung um bis zu zehn Prozent vorstellbar. - Die Akquisition der britischen Powergen plc kommt voran.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Schlechte Nachrichten für die bundesdeutschen Haushalte: Die Strompreise werden in den kommenden Monaten voraussichtlich wieder steigen. E.ON, größter privater Energiedienstleister Europas, hat heute bekannt gegeben, die Preise um bis zu zehn Prozent anheben zu wollen. Anzunehmen, dass andere Anbieter "auf kurz oder lang" diesem Beispiel folgen werden - ist das die Trendwende auf dem deutschen Energiemarkt?

Die Preisanhebung, sagte E.ON-Vorstandsvorsitzender Ulrich Hartmann, sei notwendig, um kostendeckend Strom produzieren zu können. Niemand könne verlangen, dass Strom subventioniert werde, so Hartmann. Die Preisanpassung solle noch in diesem Jahr erfolgen.

Nach den Preiserhöhungen infolge der Ökosteuer dürfte es damit endgültig vorüber sein mit der Talfahrt der Strompreise - noch aber haben andere Anbieter keine Äußerungen in dieser Hinsicht verlauten lassen.

Im Rahmen der heutigen Bilanzpressekonferenz informierte E.ON außerdem über die Akquisition der britischen Powergen plc. Diese komme mit der Einleitung des gesellschaftsrechtlichen Übernahmeverfahrens nach englischem Recht einen weiteren Schritt voran.

Powergen wird am morgigen Freitag in einer Anhörung beim Londoner High Court die Einleitung eines Scheme of Arrangement beantragen. Mit Abschluss dieses Verfahrens kann E.ON in einem Zug alle Powergen-Aktien erwerben. Dazu müssen zwei Voraussetzungen erfüllt werden: zum einen ist die Zustimmung der Powergen-Aktionäre erforderlich; sie werden voraussichtlich am 19. April 2002 hierüber beschließen. Zum anderen ist eine Genehmigung des High Court notwendig.

Das Scheme of Arrangement wird nur wirksam, wenn die US-Börsenaufsicht SEC die Transaktion genehmigt. E.ON hofft, dass die SEC der Übernahme so rechtzeitig zustimmt, dass sie im Mai dieses Jahres abgeschlossen werden kann.

Die Mitglieder des E.ON-Vorstands und die Direktoren von E.ON UK übernehmen die Verantwortung für die in diesem Dokument in bezug auf den E.ON-Konzern enthaltenen Informationen. Die Mitglieder des E.ON-Vorstands und die Direktoren von E.ON UK hätten unter Anwendung aller angemessenen Sorgfalt sichergestellt, dass die in diesem Dokument, für welches sie die Verantwortung übernehmen, enthaltenen Informationen nach bestem Wissen und Gewissen den Tatsachen entsprechen und dass darin nichts ausgelassen wurde, was die Bedeutung dieser Informationen beeinflussen könnte.

Das Dokument enthalte bestimmte Aussagen, bei denen es sich weder um bereits bekannt gegebene Finanzergebnisse noch um sonstige historische Informationen handelt. Vielmehr handele es sich dabei um zukunftsbezogene Aussagen im Sinne der im US-amerikanischen Bundeswertpapierrecht enthaltenen "Safe-Harbor"-Bestimmungen. Da diese zukunftsbezogenen Aussagen Risiken und Ungewissheiten unterliegen, können die in Zukunft tatsächlich erzielten Ergebnisse wesentlich von den in den zukunftsbezogenen Aussagen dargestellten oder implizierten Ergebnissen abweichen. Viele dieser Risiken und Ungewissheiten beziehen sich auf Faktoren, die sich dem Einfluss der Unternehmen bzw. einer präzisen Schätzung entziehen, wie beispielsweise die künftigen Marktbedingungen, Wechselkursschwankungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, Maßnahmen staatlicher Regulierungsbehörden und sonstige in den von E.ON bei der SEC eingereichten Unterlagen näher erläuterte Risikofaktoren.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsmasten

    E.on-Chef fordert Strom-Zuschüsse für Geringverdiener

    In Anbetracht der stetig steigenden Preise für Strom hat sich der Chef des Energieriesen E.on für Zuschüsse an Stromkunden eingesetzt. Diese sollen jedoch nur an Geringverdiener gehen. E.on weist überdies Vorwürfe zurück, die Unternehmen hätten die Strompreise in den vergangenen Jahren über Gebühr angehoben.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE: Keine Strompreiserhöhung bis Jahresende

    Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen heute in Essen hat sich der Chef des größten deutschen Energiekonzerns RWE, Harry Roels, deutlicher als zuvor gegen die wachsende Kritik von Kunden und Verbraucherverbänden an den steigenden Strompreisen gewehrt. Strom sei eine Ware und RWE kein Spekulant, sagte er.

  • Stromtarife

    best energy erhöht Strompreis und bietet neue Produkte

    Aufgrund von Ökosteuererhöhung und gestiegenen Beschaffungskosten wird der Berliner Stromversorger best energy die Strompreise zum Januar 2002 leicht anheben. Zudem gibt es neue Produkte.

  • Strom sparen

    Strompreiserhöhung Nummer 2: HEAG Versorgungs-AG

Top