Zu wenig Interessenten

E.ON: Vorerst kein Flüssigerdgas-Terminals in Wilhelmshaven

E.ON legt den Bau des geplanten Flüssigerdgas-Terminals in Wilhelmshaven vorerst auf Eis. Wilhelmshaven bleibe eine "Zukunftsoption", sagte Jochen Weise, Einkaufsvorstand der Gastochter E.ON Ruhrgas. Es gebe derzeit zu wenigen Interessenten, um fest Kapazitäten zu buchen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Das derzeit laufende Genehmigungsverfahren stehe kurz vor dem Abschluss. Es gebe aber derzeit ein zu geringes Interesse an festen langfristigen Kapazitätsbuchungen für das Terminal. Er kündigte zugleich an, dass sich der Konzern stattdessen an einem Terminal in Rotterdam beteiligt.

Nach Angaben Weises hat ein Ausschreibungsverfahren gezeigt, "dass die Zeit für ein deutsches Terminal in der geplanten Größenordnung noch nicht gekommen ist". Es gebe zu wenige Interessenten, um feste Kapazitäten zu buchen.

Vor dem Hintergrund des weltweiten Nachfragewettbewerbs um Flüssigerdgas (LNG) und der ausreichenden Versorgung Deutschlands mit preisgünstigem Pipelinegas scheuten die Unternehmen offenbar das Risiko erheblicher Leerstandskosten. Wie lange der Terminalbau in Wilhelmshaven vorerst ausgesetzt ist, wollte Weise nicht sagen. Dies hänge auch von der weiteren Entwicklung des Marktes ab.

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