Größte Akquisition der Konzerngeschichte

E.ON veröffentlicht Angebot für Powergen

765 Pence (12,19 Euro) will die Düsseldorfer E.ON AG den Aktionären des britischen Energieversorgers Powergen plc pro Aktie zahlen. Insgesamt kostet die Übernahme 8,2 Milliarden Euro und E.ON steigt damit weltweit zum zweitgrößten Energiedienstleister auf.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Düsseldorfer E.ON AG macht Ernst: Das Unternehmen bietet den Aktionären des britischen Energieversorgers Powergen plc, London, 765 Pence (12,19 Euro) pro Aktie. E.ON will damit zum ersten paneuropäischen Energiedienstleister aufsteigen und die Chancen für den Wachstum im amerikanischen Energiemarkt erhöhen.


"Mit dem Preis von 765 Pence je Aktie unterbreiten wir den Powergen-Aktionären ein faires Angebot", betonte Ulrich Hartmann, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG. Der Preis enthält eine Prämie von 8,4 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag und von 35,2 Prozent gegenüber dem Durchschnittskurs der letzten sechs Monate vor dem 16. Januar. Der Kaufpreis für 100 Prozent des Eigenkapital beträgt somit 8,2 Milliarden Euro, der Unternehmenswert einschließlich der Verbindlichkeiten 15,3 Milliarden Euro. Die Powergen-Unternehmensleitung hat die angekündigte Übernahme begrüßt und beabsichtigt, den Aktionären zu empfehlen, das Angebot anzunehmen. Ed Wallis, Chairman von Powergen zeigte sich überzeugt, dass "dies für unsere Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden eine ebenso exzellente Transaktion ist wie für E.ON". Sollten alle Genehmigungen erteilt werden, will E.ON das Angebot Ende des Jahres abgeben und die Transaktion soll im Frühjahr 2002 abgeschlossen sein.


Wenn die Übernahme planmäßig verläuft, wird E.ON mit einem Stromabsatz von 323 Milliarden Kilowattstunden und mit 30 Millionen Strom- und Gaskunden der zweitgrößte Energiedienstleister der Welt. Die Position in Deutschland, Großbritannien, Skandinavien und Osteuropa soll weiter ausgebaut und der Einstieg in den amerikanischen Markt durch die im Bundestaat Kentucky tätige Powergen-Tochter LG&E ermöglicht werden. "Mit diesem bedeutenden Wachstumsschritt treten wir in eine neue Phase unserer konsequenten Fokussierungspolitik: E.ON wird sich mittelfristig von allen Aktivitäten außerhalb des Energiedienstleistungsgeschäfts trennen", kündigt Hartmann an.

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