Konzentration aufs Kerngeschäft

E.ON verkauft Ruhrgas Industries an CVC Capital Partners

Im Rahmen der Konzentration auf das Kerngeschäft verkauft der Energiekonzern E.ON den Zähler- und Industrieöfenhersteller Ruhrgas Industries für 1,5 Milliarden Euro an die Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners. CVC will Ruhrgas Industries weiter wachsen lassen und erwägt Übernahmen und einen Börsengang.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Energiekonzern E.ON verkauft seine Tochter Ruhrgas Industries für 1,5 Milliarden Euro an die Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners. "Wir konzentrieren unsere Kräfte und die Potenziale des Konzerns damit ganz auf das Kerngeschäft Strom und Gas", begründete der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat am Donnerstag in Düsseldorf den Schritt. Mit dem Verkauf von Ruhrgas Industries habe E.ON den Umbau zu einem reinen Energieunternehmen nahezu abgeschlossen.

Von der Verkaufssumme entfallen den Angaben zufolge knapp 300 Millionen Euro auf die von dem europäischen Beteiligungsunternehmen zu übernehmenden Nettofinanzschulden und Rückstellungen. Aus dem Verkauf erwarte E.ON einen Buchgewinn von fast 600 Millionen Euro. Der Verkauf solle Ende August abgeschlossen werden. Die Kartellbehörden müssen ihn noch freigeben.

Die Essener Ruhrgas Industries ist in der Mess- und Regeltechnik sowie im Industrieofenbau tätig und stellt unter anderem Gas-, Strom- und Wasserzähler her. Weltweit arbeiten in 36 Ländern rund 9700 Beschäftigte, davon 2800 in Deutschland. 2004 setzte das Unternehmen etwa 1,4 Milliarden Euro um.

CVC will Ruhrgas Industries weiter wachsen lassen und erwägt dazu auch Übernahmen und einen späteren Börsengang. Die Stellung von Ruhrgas Industries im Geschäftsfeld Mess- und Regeltechnik mache das Unternehmen zu einem Aspiranten für eine Börsennotierung. CVC hat nach eigenen Angaben in Deutschland bislang 17 Unternehmen übernommen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromtarife

    E.ON-Gewinn geht im ersten Halbjahr zurück (Upd.)

    E.ON hat in der ersten Hälfte dieses Jahres deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Wie der Düsseldorfer Konzern heute mitteilte, fiel der Überschuss von 4,3 Milliarden auf 3,1 Milliarden Euro. Umsatz und operatives Ergebnis legten dagegen zu.

  • Energieversorung

    Buchgewinne und hohe Strompreise lassen Gewinne bei E.ON sprudeln

    Die positive Ergebnisentwicklung des E.ON-Konzerns hat sich auch im dritten Quartal 2005 fortgesetzt. In den ersten neun Monaten stieg das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf 5,5 Millionen Euro. Beim Konzernüberschuss legte der Versorger um 61 Prozent zu.

  • Strompreise

    Fokus auf's Kerngeschäft: E.ON will Viterra Energy loswerden

    E.ON macht weiter Ernst mit der Fokussierung auf die Kernbereiche Gas und Strom: Presseberichten zufolge soll der Strom- und Wasserableser Viterra Energy für eine Milliarde Euro an die Risikokapitalgesellschaft CVC Capital Partners Ltd. verkauft werden. Viterra Energy beschäftigt mehr als 3500 Mitarbeiter, die knapp 535 000 Kunden betreuen.

Top