Fokussierung auf's Kerngeschäft

E.ON verkauft Beteiligung an Bouygues Telecom

E.ON verkauft für insgesamt 1,1 Milliarden Euro seine Beteiligung am drittgrößten französischen Mobilfunkunternehmen Bouygues Telecom. Grund ist die konsequente Fokussierung auf das Kerngeschäft Energie. Bis auf Connect Austria wurden jetzt alle Telekommunikationsbeteiligungen veräußert.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Energiekonzern E.ON AG veräußert ihre knapp 16-prozentige Beteiligung an Bouygues Telecom, dem drittgrößten Mobilfunkunternehmen Frankreichs. Der Bouygues-Konzern übernimmt die Anteile in zwei Schritten für insgesamt knapp 1,1 Milliarden Euro. Darin sind etwa 140 Millionen Euro Gesellschafterdarlehen enthalten.

Bouygues erwirbt zunächst für insgesamt knapp 400 Millionen Euro 5,8 Prozent der E.ON-Anteile an Bouygues Telecom. Zum Erwerb der verbleibenden nahezu 10,1 Prozent kann Bouygues zwischen April 2003 und Oktober 2005 eine Call-Option ausüben. Wird diese nicht ausgeübt, kann E.ON von Oktober 2005 bis Februar 2007 die Anteile an Bouygues abgeben. Der Ausübungspreis für beide Optionen beträgt fast 670 Millionen Euro. Zusätzlich erhält E.ON ab Übertragung der ersten Tranche eine marktübliche Verzinsung auf diesen Betrag. E.ON wird - eigenen Angaben zufolge - aus der Transaktion einen Konzern-Buchgewinn von etwa 800 Millionen Euro erzielen, davon etwa 300 Millionen Euro in diesem Jahr.

E.ON-Vorstandsvorsitzender Ulrich Hartmann kommentiert: "Mit der Abgabe von Bouygues Telecom setzen wir die konsequente Fokussierung auf das Kerngeschäft Energie weiter fort. Bis auf Connect Austria haben wir jetzt alle Telekommunikationsbeteiligungen veräußert und daraus insgesamt etwa 24 Milliarden Euro erlöst. Dem stehen Investitionen von insgesamt etwa zwölf Milliarden Euro in die Telekommunikation gegenüber."

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